In Russland verhaftet
US-Soldat bekennt sich teilweise schuldig
Am Montag hat in Russland ein Prozess gegen einen US-Soldaten, der im Mai in Wladiwostok festgenommen worden war, begonnen. Der aus Südkorea nach Russland geflüchtete Mann ist wegen Diebstahls und gefährlicher Drohung angeklagt und hat sich bereits teilweise schuldig bekannt.
Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax am Montag berichtete, sagte er vor Gericht in Wladiwostok, er sei „teilweise des Diebstahls“ schuldig, habe diesen aber nicht vorsätzlich begangen. Den Vorwurf, seiner Freundin mit dem Tod gedroht zu haben, wies er zurück.
Die russische Justiz wirft Gordon Black vor, seine russische Freundin Alexandra Waschtschuk „geschlagen“ und ihr 10.000 Rubel (in etwa 105 Euro) gestohlen zu haben. Waschtschuk hatte angegeben, Black habe während eines Streits in der gemeinsamen Wohnung damit gedroht, sie zu erwürgen. Black hingegen gab bei seiner Aussage am Montag an, Waschtschuk sei bei dem Streit stark alkoholisiert gewesen und habe ihn geschlagen. Er habe sich über sie gebeugt und sie um den Nacken gefasst, um sie zu beruhigen, sagte der Angeklagte. Die 10.000 Rubel habe er gestohlen, um eine Hotelübernachtung zu bezahlen.
Fünf Jahre Haft drohen
Im Falle einer Verurteilung droht dem 34-Jährigen, der wegen seiner Freundin nach Russland gereist ist, eine fünfjährige Haftstrafe. In Russland sind derzeit mehrere andere US-Staatsbürger inhaftiert, unter ihnen der Journalist Evan Gershkovich und der ehemalige Soldat Paul Whelan. Beiden wird Spionage vorgeworfen.









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