Eine neue Sonderrichtlinie des Landes zur Behebung von Katastrophenschäden soll Betroffenen unbürokratisch helfen.
Auch wenn das genaue Schadensausmaß nach der Unwetterkatastrophe vom Wochenende noch nicht beziffert werden kann, ist bereits jetzt absehbar, dass die Schäden in die Millionenhöhe gehen.
Knapp 4000 Feuerwehrmänner
Rund 3800 Einsatzkräfte von fast 200 Feuerwehren sowie acht Züge des Katastrophenhilfsdienstes, das Bundesheer sowie alle Mitarbeiter der Straßenbauämter des Landes im handwerklichen Dienst haben die von den Unwettern Betroffenen bei den Aufräumarbeiten unterstützt.
Neue Richtlinie
Rasche Hilfe für die Tausenden Betroffenen ist das Gebot der Stunde. Darum kündigt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil eine neue Sonderrichtlinie zur Behebung von Katastrophenschäden an. Mitarbeiter des Landes und der Bezirkshauptmannschaften werden ab Mittwoch die Gemeinden bei der Schadensdokumentation unterstützen.
Die Hilfe für die Menschen soll vor allem unbürokratisch sein. Die Koordination erfolgt dabei über die Gemeinden, die Geschädigten müssen sich nicht von sich aus beim Land melden.
„Schäden regulieren“
„Jetzt geht es darum, möglichst schnell bei den Menschen vor Ort zu sein, um die Schäden zu regulieren“, so Doskozil. Es werde davon ausgegangen, dass man in bis etwa drei Wochen soweit ist, dass alle Schäden aufgenommen sind und die nötigen Investitionen zur Reparatur abgegolten werden können.
Hotline für Betroffene
Um besonders betroffenen Familien rasch und unbürokratisch unter die Arme greifen, hat auch die Caritas Burgenland eine eigene Hotline eingerichtet, um in Not geratene Menschen vor Ort mit finanzieller Unterstützung und Gutscheinen unter die Arme greifen zu können.
100.000 Euro stellt man dafür zur Verfügung, kündigt Caritas-Direktorin Melanie Balaskovics an. Weiters sei man mit den pfarrlichen Netzwerken in der Region im Austausch, um aktiv die Hilfe seitens der Caritas anzubieten.
Den Unternehmen helfen
Hilfe gibt es auch für Unternehmen, „die Soforthilfe-Geld aus unserem Hilfsfonds erhalten“, erklärt Wirtschaftskammerpräsident Andreas Wirth. Die Wirtschaftskammer arbeite mit Hochdruck an einer raschen, unbürokratischen Hilfsmaßnahme.
Dazu werden die WK-Regionalstellen geschädigte Betriebe vor Ort besuchen, um das Schadensausmaß aufzunehmen. „Wir führen diesbezüglich auch Gespräche mit der SVS und der WKÖ, um einen gemeinsamen Katastrophenfonds zu dotieren“, erklärt Wirtschaftskammerdirektor Harald Schermann.
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