Fund in Jerusalem

2300 Jahre alter Goldring eines Kindes freigelegt

Wissen
27.05.2024 13:31
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei Ausgrabungen in Jerusalem ist ein rund 2300 Jahre alter Goldring mit einem roten Granat(stein) gefunden worden. Das Schmuckstück gehörte offenbar einem Kind und stamme aus dem hellenistischen Zeitalter in der Region, teilte die Israelische Altertumsbehörde (IAA) am Montag mit.

Wegen der hohen Beständigkeit von Gold seien an dem Schmuckstück keine Abnutzungserscheinungen zu sehen. Der Ring fiel einer Mitarbeiterin der Ausgrabungen in die Hände, als sie Erde siebte. „Plötzlich sah ich etwas glitzern“, berichtete sie. „Ich rief sofort: ,Ich habe einen Ring gefunden!‘“

Goldring gehörte vermutlich einem Kind
Das gesamte Team sei sehr aufgeregt gewesen. „Es ist ein sehr bewegendes Fundstück, so etwas findet man nicht jeden Tag.“ Wegen der geringen Größe gingen die Forscher davon aus, dass der Ring einem Buben oder Mädchen gehörte. Ansonsten passe er nur an den kleinen Finger einer Frau (siehe Bild unten).

(Bild: facebook.com/IAA)

Das Schmuckstück sei hergestellt worden, indem dünne Goldblätter mit einem Hammer auf einer Metallbasis fixiert wurden. Stilistisch passe der Ring zum persischen und frühen hellenistischen Zeitalter, vom späten 4. bis zum frühen 3. Jahrhundert vor Christus. „In der Zeit begannen die Menschen, Gold mit eingefassten Steinen dem dekorierten Gold vorzuziehen“, hieß es in der Mitteilung.

Goldschmuck in hellenistischer Welt weit verbreitet
In der hellenistischen Welt war, seit der Herrschaft von Alexander dem Großen, der von 336 bis 323 vor Christus König von Makedonien war, Goldschmuck sehr weit verbreitet. „Seine Eroberungen halfen dabei, Luxusgüter und -produkte zu verbreiten und zu transportieren“, berichten die Forscher.

Alexander vergrößerte sein Reich systematisch durch Feldzüge. Auch das Gebiet des damaligen Palästinas – in dem heute auch das moderne Israel liegt – wurde Teil seines Großreichs. Die damaligen Einwohner Jerusalems seien offenbar „offen für den weit verbreiteten hellenistischen Stil“ gewesen, so die IAA-Wissenschaftler.

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