Was passiert, wenn man bei Google die Begriffe „Rolls-Royce“ und Haifischbecken eingibt? Der erste Beitrag gehört Hannes Kartnig.
Kein Klub-Präsident in der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte setzte sich so exzentrisch in Szene wie der Steirer. Erfolge wurden im großen Stil zelebriert, die Medien mit Geschichten gefüttert, Spieler und Fans fühlten sich im siebenten Himmel. Goldene Jahre mit Champions League, dem ersten Meistertitel 1998, ein Jahr später das Double. Sturm begeisterte ganz Österreich und Kartnig wurde auf Händen durch Graz getragen ...
... bis der totale Abstieg begann. Finanzielles Desaster, Zwangsausgleich, die Schlagzeilen wanderten vom Sport- in den Gerichtsteil. Verurteilung und Haftstrafe. Einstige Schulterklopfer wandten sich weg. Ein unwürdiges Ende einer glamourösen Ära.
Sturm am Boden, tief gefallen – so wie viele andere Klubs in den letzten Jahrzehnten. Doch die Grazer rappelten sich auf, zu sehr bewegt die Marke Sturm in Österreichs Fußball-Landschaft. Franco Foda führte die Steirer 2011 zum dritten Titel, Christian Ilzer kann am Sonntag das zweite Double holen. Es wäre die Krönung einer märchenhaften Saison – und der beste Motivationsschub für die Konkurrenz, was mit strukturierter und fokussierter Arbeit alles möglich ist.
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