Botschaft an Familien

Hamas veröffentlichte emotionales Geisel-Video

Ausland
28.04.2024 07:50

Die radikalislamische Hamas hat am Samstag erneut ein Geisel-Video veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen zwei Männer, bei denen es sich laut Familienangehörigen um Omri Miran und Keith Siegel handelt. Die Männer sprechen anscheinend unter Zwang, ihre Schergen richten folgende Worte an die Zuseher: „Tut, was ihr tun müsst, bevor es zu spät ist!“

Am Mittwoch hatte die radikalislamische Palästinenserorganisation bereits ein Video der US-israelischen Geisel Hersh Goldberg-Polin veröffentlicht (siehe oben).

Seit 202 Tagen in Gefangenschaft
„Ich befinde mich seit 202 Tagen in der Gefangenschaft der Hamas“, so der 47-jährige Miran in dem Video. Die Situation sei schwierig, „es gibt viele Bomben“. Es sei an der Zeit, eine Vereinbarung zur Freilassung der Hamas-Geiseln zu schließen. „Protestiert weiter, damit es jetzt eine Einigung gibt.“

Omri Miran (Bild: AFP)
Omri Miran

„Ich möchte meiner Familie sagen, dass ich euch sehr liebe“
Keith Siegel, der auch die US-Staatsbürgerschaft hat, bricht in dem Video in Tränen aus. „Wir sind hier in Gefahr, es gibt Bomben, es ist stressig und beängstigend“, sagte der 64-Jährige. „Ich möchte meiner Familie sagen, dass ich euch sehr liebe.“

Er appellierte ebenfalls an den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu, bald ein Abkommen zur Freilassung der Geiseln zu schließen.

Keith Siegel (Bild: AFP)
Keith Siegel

Der bewaffnete Arm der Hamas erklärte in dem Video auf Hebräisch, dass der militärische Druck Israels bislang nicht dazu geführt habe, die Geiseln zu befreien. „Tut, was ihr tun müsst, bevor es zu spät ist“, hieß es darin.

Außenminister Israel Katz sagte am Samstag, dass im Fall eines Geiseldeals die Offensive auf Rafah aufgeschoben werde. „Die Freilassung der Geiseln hat die höchste Priorität für uns“, sagte Katz dem Fernsehsender Channel 12.

Auf die Frage, ob das auch einen Aufschub des angekündigten Militäreinsatzes in der Stadt im Süden des Gazastreifens umfasse, antwortet Katz: „Ja.“ Er fügt hinzu: „Wenn es ein Abkommen gibt, werden wir die Operation aussetzen.“

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