Koller ist bis Mittwoch gemeinsam mit Sportdirektor Willi Ruttensteiner in Warschau bei der UEFA-Teamchefkonferenz für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Dort lauscht er Referaten von Europameister Vicente del Bosque, Finalist Cesare Prandelli sowie der Semifinalisten Joachim Löw und Paulo Bento.
In Sachen Teamkader gibt's für Koller im Vergleich zum 1:2 gegen Deutschland wenig neue Erkenntnisse. Er weiß, dass es derzeit wenig bringen würde, Alaba wieder in den Kader zu holen. Dem würde auch Bayern kaum zustimmen. Denn Sportchef Matthias Sammer vertritt den Standpunkt: Erst wenn Alaba bei Bayern einsatzfähig ist, kann er auch für Österreich spielen. Das wird wohl erst im November gegen die Elfenbeinküste in Linz passieren.
"Tolles Gefühl auf dem Rasen"
Die Diskussionen, ob er als Verteidiger wie bei Bayern oder im Mittelfeld wie bei Koller besser aufgehoben ist, sind Alaba egal. Für ihn gibt's nur ein Ziel: möglichst bald ins Mannschaftstraining einsteigen. "Nach langen Wochen im Kraftraum ist es schon ein tolles Gefühl, wieder auf dem Rasen laufen zu können. Gott sei Dank habe ich nach dem Ermüdungsbruch keine Beschwerden mehr."
Das Pensum wird langsam gesteigert. Zu den Kasachstan-Spielen sagt Alaba selbst: "Ich tue alles, um rechtzeitig fit zu werden. Die Entscheidung wird aber mein Klub gemeinsam mit dem ÖFB treffen. Es darf sicher nichts überstürzt werden. Bevor ich wieder spiele, muss ich zu hundert Prozent topfit sein." Klingt nicht nach baldigem Comeback.
Janko im Abseits
Wenig Neues gibt's leider auch von Marc Janko zu berichten. Gegenüber Porto hat sich für den Stürmer auch bei Trabzonspor (nach fünf Runden sieben Punkte hinter Tabellenführer Galatasaray) noch wenig geändert. In den zwei Runden seit dem Deutschland-Spiel zählte er nicht zur Startformation von Trainer Senol Günes. Beim 1:0-Heimsieg gegen Sivaspor kam er nach 71 Minuten für den Brasilianer Paulo Henirque, am Montag in Istanbul beim 0:0 gegen Fenerbahce erst nach 89. Günes ließ eine Spitze beginnen – Halil Altintop, früher bei Schalke, Kaiserslautern und Frankfurt. So wird's für Janko immer schwerer, zurück zu alter Form zu finden.
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