Schwer verletzt

Schuss-Attentat mit Schrotflinte auf 19-Jährige in Wien

Österreich
21.09.2012 20:18
Dieses feige Attentat auf eine junge Wienerin schockiert: Als sie gerade mit ihrem Freund und dessen Hündin "Sheila" Gassi in Donaustadt ging, wurde die 19-jährige Stefanie B. von 15 Schrotkugeln getroffen. Und dabei hatte sie noch Glück im Unglück: Sie wurde von dem Heckenschützen zwar schwer verletzt, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Es war bereits dunkel, als das junge Pärchen am Donnerstag – wie beinahe jeden Abend – "Sheila" auf die nahen Felder brachte. Doch in der idyllischen Wohnsiedlung am Rande der Stadt geht jetzt die Angst um. Treibt hier ein irrer Heckenschütze sein Unwesen?

Wie aus dem Nichts fiel gegen 20 Uhr ein Schuss, Stefanie - sie ist im zweiten Monat schwanger - schrie auf und sackte unter höllischen Schmerzen zusammen. "Im Moment wusste ich gar nicht, was geschehen ist", so der 21-jährige Freund des Opfers (er möchte unbedingt anonym bleiben) zur "Krone".

Mädchen wurde in Kopf und Brust getroffen
Seine Freundin, die nur einen Steinwurf vom Tatort entfernt bei ihrem Opa wohnt, hielt sich Gesicht und Brust. In ihrer Haut steckte mindestens ein Dutzend Schrotkugeln, abgefeuert aus der Finsternis.

Geschockt griff der Freund des Mädchens zum Handy und verständigte die Rettung. "Sie hatte große Schmerzen, war aber beim Eintreffen unserer Sanitäter ansprechbar", erklärt Ronald Packert von der Wiener Berufsrettung. "Die Frau wurde notfallmedizinisch versorgt und sofort ins Spital gebracht."

Hatte es Schütze auf den Hund abgesehen?
Stefanie erholt sich derzeit im SMZ Ost, die Projektile stecken aber zum Teil immer noch unter ihrer Haut. Es grenzt an ein Wunder, dass sie nicht schwerer verletzt wurde. Der Freund: "Ich verstehe es nicht. Vielleicht hat es der Schütze auf den Hund abgesehen. Aber wir hatten bisher überhaupt keine Probleme."

Indes läuft die Fahndung nach dem Täter auf Hochtouren. Ermittelt wird in alle Richtungen, so auch im Dunstkreis der ansässigen Jagdaufsicht. Denn die Waffe lässt darauf schließen, dass es sich um einen Jäger handeln könnte. "Es wurde Anzeige wegen schwerer Körperverletzung erstattet, der Täter ist aber flüchtig", so Polizeisprecher Roman Hahslinger. 

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