FPÖ ortet in Vösendorf im vorgezogenen Gemeinderatswahlkampf „untragbare Zustände“ in kommunalen Wohnungen. Blaue Spitzenkandidatin fordert nun eine Sanierungsoffensive.
Jetzt findet auch einmal ein Sachthema Eingang in den Vösendorfer Wahlkampf. In der Gemeinde im Bezirk Mödling werden bekanntlich nach Ermittlungen gegen den ÖVP-Bürgermeister um eine gefälschte Rechnung bereits am 5. Mai die politischen Karten neu gemischt. Und bisher war die Wahlauseinandersetzung vor allem von Strafanzeigen sowie Gegenanzeigen geprägt.
„Katastrophaler Zustand“
Die Freiheitlichen bringen jetzt den Zustand von Gemeindewohnungen ins Spiel. „Wollen Sie hier wohnen?“, fragt Spitzenkandidatin Kerstin Liebl die Gemeindeführung nach einem Lokalaugenschein: „Viele kommunale Wohnungen sind in einem katastrophalen Zustand. Sie stehen leer oder schimmeln vor sich hin.“
Auch Schwangere betroffen
Die Juristin ist empört: „Es gibt hochschwangere Frauen und Mütter, die mit ihren Kindern in solchen Räumen leben müssen! Da geht es um die Gesundheit unserer Familien.“ Auch Gerümpel würde sich rund um manchen Gemeindebau türmen, in den Stiegenhäusern seien Maler- und Reparaturarbeiten längst überfällig, schildert Liebl.
Sanierung dringend nötig
Die FPÖ-Spitzenkandidatin fordert eine rasche Sanierungsoffensive bei den Vösendorfer Gemeindebauten: „Denn der Bürgermeister residiert fürstlich im Schloss, für die Gemeindewohnungen hat er aber jahrelang nichts“, kritisiert Liebl: „Alle Familien haben sich ein lebenswertes Zuhause verdient.“
Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Ich stehe auf der Seite der Mieter. Die Gemeindewohnungen gehören von Grund auf saniert.

Kerstin Liebl, FPÖ-Spitzenkandidatin in Vösendorf
Bild: FPÖ
ÖVP kündigt Startwohnungen an
Ortschef Hannes Koza (ÖVP) hat mittlerweile angekündigt, er wolle Gemeindewohnungen als Startwohnungen für junge Vösendorfer herrichten lassen. Den Freiheitlichen ist das zu wenig: „Die Wohnungen gehören von Grund auf erneuert.“
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.