Knalleffekt in der „Rechnungsaffäre“ des Vösendorfer ÖVP-Bürgermeisters: Knapp zwei Monate vor der erzwungenen Neuwahl stellte der Staatsanwalt nun die Ermittlungen gegen Hannes Koza ein. Ihm wurden Veruntreuung, Amtsmissbrauch, Urkundenfälschung und Verhetzung vorgeworfen
Überraschend schnell hat die Staatsanwaltschaft Wien entschieden: Alle Ermittlungen gegen Bürgermeister Hannes Koza sind eingestellt worden. Der Streit hatte seinen Ausgang mit einem Posting gegen die Wiener Kinderfreunde genommen – woraufhin gegen den ÖVP-Bürgermeister wegen Verhetzung ermittelt worden ist.
Anwaltsrechnung „korrigiert“
Die Rechnung des Kinderfreunde-Anwalts „korrigierte“ Koza und rechnete sie vorerst über das Feuerwehrkonto der Gemeinde ab. Zwar überwies er den Betrag später zurück, dennoch wurde eine anonyme Anzeige gegen ihn erstattet. Woraufhin wegen Veruntreuung und Urkundenfälschung ermittelt wurde. Alle Verfahren wurden jetzt eingestellt, Koza muss aber für die Manipulation der Rechnung mehr als 2000 Euro Diversion zahlen – was jedoch juristisch nicht als Schuldspruch zu werten ist.
„Für mich ist dieses Kapitel endgültig abgeschlossen“, erklärt Koza. Mit einem Flugblatt an alle Haushalte in Vösendorf informiert der ÖVP-Politiker über diese Entscheidung der Staatsanwaltschaft. Immerhin findet ja – wie berichtet – in dem Ort im Bezirk Mödling am 5. Mai eine vorgezogene Gemeinderatswahl statt.
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