"Krone": Als Arzneimittel-Händler vertreiben Sie seit 30 Jahren das verbotene Ukrain. Wie viele Krebskranke haben Sie Ihrer Meinung nach geheilt?
Dr. N.: Sehr viele. Ich kann keine konkrete Zahl nennen, weil ich in der Haftanstalt Josefstadt keinen Zugang zu meinen Unterlagen habe. Aber ich kann mich an einen Test mit 24 Darmkrebspatienten erinnern, von denen 18 dank meiner Methode noch leben.
"Krone": Ermittler des Bundeskriminalamtes werfen Ihnen vor, dass Menschen durch Sie sterben mussten.
Dr. N.: Ukrain ist nicht tödlich. Es gibt keine nennenswerten Nebenwirkungen.
"Krone": Dennoch sind Todesfälle eindeutig belegt. Haben Sie kein schlechtes Gewissen?
Dr. N.: Wenn ein schulmedizinisch austherapierter Mensch mit geringer Lebenserwartung Ukrain zu spät einnimmt – dann kann ich nicht zur Verantwortung gezogen werden.
"Krone": Insider behaupten, Sie seien Multi-Millionär. Verdienten Sie Ihr Geld mit österreichischen Krebspatienten?
Dr. N.: Den Großteil meines Vermögens habe ich von meinen wohlhabenden Eltern geerbt und aus der Ukraine mit nach Österreich gebracht.
"Krone": Wer hat Ukrain erfunden?
Dr. N.: Ich.
"Krone": Auf welche wissenschaftliche Basis stützt sich die Tinktur?
Dr. N.: Es besteht aus den Produkten Schöllkrautalkaloid und Thiotepa (Zytostatikum, hemmt Zellteilung, Anm. d. Red.).
"Krone": Womit genau haben Sie in Ihrem Hinterhof-Labor in Wien-Wieden experimentiert?
Dr. N.: Ich habe Ukrain, Augentropfen und Produkte gegen Bluthochdruck entwickelt.
"Krone": Haben Sie eine Vision?
Dr. N.: Ich möchte Millionen von Menschen das Leben retten.
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