Die Klimakrise macht es einem momentan nicht leicht, sie ernst zu nehmen. Wer mag schon die nervige Stimme der Vernunft im Hinterkopf tönen hören, dass das doch alles nicht normal ist, wenn sich der Sommer für ein paar Tage so verheißungsvoll über das Land legt. Wenn man die dicken Jacken von sich schmeißen und stattdessen den ersten Sprung ins (noch ein bisschen zu) kühle Nass wagen kann. Klimaerwärmung Anfang April – das kann halt schon was . . .
Vielleicht ist das eben genau der richtige Moment, die Klimakrise positiv zu denken – und den apokalyptischen Gedanken mit energiegeladenem Optimismus entgegenzutreten. Für Pessimismus sei es ohnehin zu spät, meinte vergangene Woche auch Claudius Schulze.
Der deutsche Künstler ist einer der Leiter der Klimabiennale. 100 Tage lang zieht sich das Festival quer durch Wien – und will eben genau das nicht: Pessimismus verbreiten. Vor allem mit den schier grenzenlosen Möglichkeiten der Kunst will man die Gesellschaft dazu einladen, sich den Herausforderungen der Klimakrise mit utopischen Ideen zu nähern. Sich vorzustellen, wie man eine sich verändernde Welt zu einer besseren machen könnte. Und daran zu erinnern, dass diese Transformation nicht unbedingt nur mit Verzicht einhergehen muss.
In diesen Tagen fällt es leicht, sich utopischen Gedanken hinzugeben. So kann man den Sommer im Frühling viel besser genießen – selbst wenn die Stimme der Vernunft tönen mag
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