An einer Fiskalunion werde kein Weg vorbeiführen, so der Bundeskanzler am Dienstag im "Krone"-Gespräch. Einen Verlust von Souveränität würde das nur für jene Länder bedeuten, die sich nicht an die vereinbarten Schuldenobergrenzen halten.
Faymann geht derzeit fest davon aus, dass die aktuellen Euro-Mitgliedsländer auch in Zukunft der Währungsunion angehören werden. "Die wirtschaftlichen Ausfälle, die durch ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone entstünden, lassen sich durch die europäischen Geschäfte beispielsweise in Asien nicht verdienen."
Sorge wegen Italien und Spanien
Der SPÖ-Chef meint auch, dass "Ende August Berichte vorliegen werden, wonach Griechenland gute Chancen hat, künftig in der Euro-Zone zu verbleiben". Mit zunehmender Sorge beobachtet der Regierungschef allerdings die Entwicklungen in Italien und Spanien. "Es kann natürlich eine Situation entstehen, in der man in den Teufelskreis gerät, immer kurzfristiger Anleihen zu zeichnen. Also dass es immer schwieriger wird, auf den Finanzmärkten auch Käufer für die Schulden zu finden."
Der Kanzler will daran festhalten, die Banken weiterhin an der Bewältigung der Lage zu beteiligen. "Es soll Bestrebungen geben, mit der Einführung der Finanztransaktionssteuer die Bankenabgabe fallen zu lassen. Das spielt es natürlich nicht. Es wird die Bankenabgabe und eine Finanztransaktionssteuer geben."
Stronach-Partei: Faymann will abwarten
Zur "Raus aus dem Euro"-Parole des Neo-Parteigründers Frank Stronach sagt Faymann: "Bei allem Respekt vor der Lebensleistung des Herrn Stronach warte ich einmal ab, was das mit seiner Partei wirklich wird."
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