"Spiegel Online" berichtet, dass die "Überführung" von Strasser "filmreif'" gewesen sei. Die Online-Ausgabe der sda (Schweizer Depeschen-Agentur) schreibt, dass "Strasser das Wasser bis zum Hals steht. Es kommt knüppeldick für ihn".
Die in Berlin erscheinende "Welt" hat offenbar schon länger auf eine Anklage Strassers gewartet. "Nun also doch", beginnt sie ihren Bericht zu den Korruptionsaffären und nennt den Ex-Innenminister - offenbar im Scherz - einen "verhinderten Enthüller". Im Übrigen sei "die sogenannte Lobbying-Affäre um Strasser nur einer von zahllosen Korruptionsskandalen, die in Österreich in den vergangenen Jahren ans Licht gekommen sind".
"Volkspartei im Skandal-Strudel"
Die "Neue Zürcher Zeitung" sieht "Österreichs Volkspartei im Skandal-Strudel". In dem Artikel heißt es, ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch sei "bemüht, den Image-Schaden für seine Partei abzumildern. Strasser sei nach dem Auffliegen der Affäre die ÖVP-Mitgliedschaft entzogen worden, folglich sei dies nur noch die persönliche Angelegenheit Strassers und nicht mehr jene der Partei. Doch der ÖVP-Generalsekretär kämpft da auf verlorenem Posten, denn der wieder aktuell gewordene Fall Strasser fügt sich nahtlos zu jener anderen großen Korruptionsaffäre, die im Rücktritt des Kärntner ÖVP-Chefs Josef Martinz gipfelte".
Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" titelt von der "Anklage gegen ÖVP-Politiker wegen Bestechlichkeit". Der Fall Strasser habe "auch zu einer Verschärfung des bisher vergleichsweise laxen Antikorruptionsrechts in Österreich geführt". Die "Financial Times Deutschland" schreibt, dass "Wiener Korruptionsjäger ein Exempel statuieren".
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