Der 20-jährige Wiener soll am Montag erneut eingehend untersucht werden. Dann soll auch entschieden werden, ob die Verletzung operativ oder konservativ per Ruhigstellung behandelt wird.
Auftritt beim WM-Quali-Auftakt fraglich
Der vielseitig einsetzbare Spieler versäumt damit nicht nur fix den Meisterschaftsauftakt seines Klubs Bayern München in der deutschen Bundesliga, sondern auch das Test-Länderspiel des ÖFB-Teams gegen die Türkei am 15. August im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Auch Alabas Einsatz im ersten WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland am 11. September in Wien wackelt gehörig. Er wird aller Voraussicht nach erst am 12. Oktober im Quali-Duell mit Kasachstan in Astana zu seinem 20. Länderspiel kommen.
Der Wiener, der sich bei den Testspielen der Bayern in Form und Torlaune gezeigt hatte, hatte im Duell mit Napoli in Arco als linker Mittelfeldspieler in der 16. Minute den Führungstreffer für die Münchner erzielt. In der 39. Minute bekam Alaba aber einen Schlag auf den linken Fuß und musste ausgewechselt werden. Eine erste Untersuchung in München nach der Rückkehr am Samstagvormittag brachte nun die bittere Diagnose.
Verteidiger Rafinha zieht sich Bänderriss zu
Die Bayern reisen nun nach China. Neben Alaba fehlt dabei auch Rafinha. Der brasilianische Rechtsverteidiger zog sich im Napoli-Test ohne Fremdeinwirkung einen einfachen Bänderriss im Sprunggelenk zu, ein weiteres Band ist zudem überdehnt. Rafinha muss nicht operiert werden, ihm steht aber eine Pause von rund vier bis fünf Wochen bevor. Die beiden Mannschaftsstützen Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger verzichten auf den Trip nach Fernost, sie absolvieren einstweilen in München ein Aufbautraining.
Abgesehen von den Verletzungen waren die Münchner mit dem Trainingslager im Trentino zufrieden. "Die Spieler haben sehr, sehr gut gearbeitet, auch bei der Hitze. Die Einstellung war absolut top", sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes.
Heynckes-Lob für ÖFB-Youngsters
Ein Sonderlob erhielten die sieben Spieler aus dem Amateur- und Nachwuchsbereich, die sich im Trainingslager beweisen durften, darunter auch die österreichischen Nachwuchshoffnungen Kevin Friesenbichler und Oliver Markoutz, die bei Testspielen sogar zu Toren kamen. "Ihr Auftreten war fantastisch", betonte Heynckes. Und Daniel van Buyten ergänzte: "Sie waren sehr motiviert und haben gut mitgemacht - das war auch gut für uns."
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