15.07.2012 09:01 |

Iran-Atomstreit

Steirer steht auf Sanktionsliste der USA

Große Sorge bereitet der internationalen Gemeinschaft der Iran mit seinem laufenden Atomprogramm. Beteuert die Führung der Islamischen Republik, es handle sich rein um zivile Zwecke, glauben die USA aber, dass an einer Bombe gebaut wird. Und verhängten nun weitere Sanktionen gegen das Regime und elf involvierte Firmen. Auch ein Steirer steht auf der schwarzen Liste.

Schon im Herbst 2006 geriet die kleine Drei-Mann-Firma aus Graz ins Visier des US-Geheimdienstes CIA: Verdacht der Beihilfe zur "Herstellung und Verbreitung von Massenvernichtungswaffen". Geschäftsmann Daniel F. und sein Vater Erich sollen den Iran mit elektronischen Bauteilen beliefert haben - für das Atomprogramm des Regimes. Als eine weitere Lieferung anstand, schlug der heimische Verfassungsschutz zu. Erich F. wurde vorübergehend festgenommen, Sohn Daniel ging nach Dubai, wo er vorläufig in Sicherheit ist. Denn Auslieferungsabkommen mit den Scheichs gibt es keines.

Nun steht er aber auf der schwarzen Liste der Obama-Regierung. Wegen des Verdachts, den Iran beim Bau der Bombe zu unterstützen. Sanktionen gegen den Steirer, drei weitere Geschäftsleute und elf Firmen, die im Zuge des Atomprogramms im Kontakt mit dem iranischen Regime stehen, wurden ausgesprochen. Sämtliche Vermögenswerte der Verdächtigen im amerikanischen Zugriffsbereich werden somit eingefroren. US-Bürger machen sich künftig strafbar, wenn sie mit ihnen Geschäfte machen sollten.

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