Putin-Freunde. Putin-Versteher - von denen gab es in Österreich einst sehr viele. Und es gibt immer noch gar nicht wenige. Putin-Freunde - auch von denen gab es gar nicht wenige. Beinahe quer durch alle Parteien, der russische Präsident war selbst nachdem er mit seinen Heerscharen der Ukraine die Krim entrissen hatte, hierzulande noch hochwillkommen. Eine Partei tat sich dabei stets besonders hervor, schloss sogar einen Freundschaftspakt mit Putins Partei - oder nennen wir sie zutreffender „sogenannter“ Partei, denn mit demokratische Strukturen hat das in seinem Despotenreich natürlich absolut gar nichts zu tun. Manches über die enge Verflechtung der FPÖ mit Russland wissen wir längst, anderes kann man ahnen, wenn man die Äußerungen des aktuellen Parteichefs über Putin und seinen Angriff auf den Nachbarstaat hört. Doch jetzt erfahren wir nach dem Auftauchen von blauen Chats noch mehr. Sie legen nahe, dass das Naheverhältnis zwischen Freiheitlicher Partei und Putins „Einiges Russland“ näher, ja noch inniger war, als angenommen.
Putin-Drohung. Was könnte man den Putin-Freunden hierzulande zugutehalten? Dass sie ja nicht gewusst haben, wie der Kreml-Zar wirklich ist. Jetzt allerdings sollten sie es endgültig wissen: Am Donnerstag bei seiner Rede an die Nation in Moskau drohte er uns unverhohlen mit seinem Atomwaffenarsenal. Der Westen solle endlich begreifen, „dass auch wir über Waffen verfügen, die Ziele auf ihrem Territorium treffen können“. Und vor allem: Der Westen schaffe die „reale Gefahr eines Konflikts mit dem Einsatz von Atomwaffen, was die Zerstörung der Zivilisation bedeutet.“ Kann man mit einer Figur befreundet sein, die einem nach dem Leben trachtet, die mit nicht weniger als der Zerstörung der Zivilisation droht?
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