Das GTI-Treffen ist Geschichte, obwohl es jährlich rund 200.000 Besucher an den Wörthersee lockte. Mit einem Radring um den See soll die Neuorientierung des Tourismus sichtbar werden. „Noch fehlt auf großen Teilen der Süduferstraße jegliche Radinfrastruktur", so Christoph Zettinig von der Radlobby Kärnten.
Eine neue Studie könnte wieder Schwung in die Diskussion um den Radwegbau am Wörthersee bringen. Mit an lokale Bedingungen angepassten Radweg-Lösungen - von Begegnungszonen in Ortsgebieten über Fahrbahnverengungen bis hin zu streckenweisen Einbahnregelungen für Pkw - soll ein durchgehender, sicherer und vor allem familienfreundlicher Rundkurs geschaffen werden. „Seit Jahrzehnten bastelt das Land am Radwegenetz um den See, doch noch immer fehlt auf großen Teilstrecken der Süduferstraße jegliche Infrastruktur“, kritisiert Christoph Zettinig, der Obmann der Radlobby Kärnten.
„Aus dem Flickwerk am Wörthersee soll ein moderner Radring entstehen. Kärnten kann sich nach dem Ende des GTI-Treffens als Destination für Radfahrer neu positionieren und das PS-Image ablegen“, sagt der Chef der Radlobby. Nach dem Ende des GTI-Treffens solle Kärnten auf Pedalritter setzen. Touristiker sehen im Radtourismus eine riesige Chance, denn die Radsaison dauere von Ostern bis Allerheiligen. „Doch um vom Radboom zu profitieren, muss die Politik den Mut aufbringen, die Vision des Radrings umzusetzen“, betont Zettinig.
Einen Beitrag dazu werde auch die Radlobby leisten. „Wir veranstalten am traditionellen GTI-Wochenende um Christi Himmelfahrt, konkret am 9. Mai, ein Rad-Festival in Reifnitz, um österreichische und internationale Radgäste an den Wörthersee zu bringen und den gesunden, klimafreundlichen Tourismus zu fördern. Auch in Reifnitz fehle ein durchgehender Radweg, hier müssen die Radfahrer auf die im Sommer stark befahrene Straße ausweichen. Das solle sich ändern.
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