Martin K. hatte Justiz und Bundesheer alt aussehen lassen: Wie berichtet, war der 41-Jährige während eines Spitalaufenthalts für eine Hautuntersuchung ausgebüxt und untergetaucht. Zwei Wochen später stellte er sich in Leobersdorf in Niederösterreich – Hunger und Kälte zwangen ihn zur Aufgabe.
Bericht beharrt auf WC-Fenster-Flucht
Laut dem nun bekannt gewordenen Bericht sei K. aus dem 2. Stock des Heeresspitals durch ein WC-Fenster geklettert und über eine Regenrinne ins Freie gelangt - Heeresinsider zweifeln allerdings immer noch an dieser Version. Dann ging er zurück ins Gebäude und marschierte seelenruhig aus dem Haupttor auf die Brünner Straße.
Strafvollzug: "Kein Systemfehler"
Sein "Bewacher" wusch sich da gerade die Hände – als er die Flucht bemerkte, war es bereits zu spät. Gegen den Beamten läuft ein Disziplinarverfahren, er ist aber weiter im Dienst. Beim Strafvollzug hat man indes die Lehren gezogen. "Obwohl es sich nicht um einen Systemfehler gehandelt hat, wurden die Sicherheitsmaßnahmen per Erlass verschärft", erklärt Peter Prechtl, Leiter der Vollzugsdirektion.
Auch an der Kooperation zwischen Strafvollzug und dem Heeresspital wird nicht gerüttelt - aus wirtschaftlichen und organisatorischen Gründen, heißt es.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.