Für die Studie wurden bereits im September und Oktober des vergangenen Jahres 1.381 Personen persönlich interviewt. Dabei war Wien mit 767 Befragungen deutlich überrepräsentiert. 78 Prozent der Befragten gaben als Herkunftsland Österreich an, elf Prozent einen der Nachfolgestaaten Jugoslawiens, drei Prozent die Türkei und zwei Prozent Deutschland. Die restlichen sechs Prozent teilten sich auf andere Nationalitäten auf.
Derzeit nur zwei Prozent der Wiener Polizisten
Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl sagte zu der Studie, dass derzeit 120 Beamte mit Migrationshintergrund bei der Exekutive in der Bundeshauptstadt Dienst versehen, das seien etwa zwei Prozent der Gesamtbelegschaft. Den Auftrag zur verstärkten Zusammenarbeit mit NGOs, die sich für Zuwanderer einsetzen, sah Pürstl bereits als erfüllt an: Er verwies auf Kurse und Workshops unter anderem mit der Anti-Defamation-League - in der Presseunterlage der Polizei als "Anti Deformation League" bezeichnet -, und das Projekt "Polizei, Afrikanerinnen und Afrikaner" und Ähnliches.
Pürstl: "Abstand müssen wir verringern"
Dass sich nach wie vor sehr wenige Menschen mit Migrationshintergrund bei der Polizei bewerben, räumt Pürstl dabei ein. Es bestehe nach wie vor ein Abstand zwischen staatlichen Organisationen und Menschen mit Migrationshintergrund. "Diesen Abstand müssen wir verringern." Außerdem gebe es bestimmte Kriterien für die Aufnahme in die Polizeiausbildung, die seien für alle gleich. "Da fallen einige heraus, weil sie die Prüfung nicht schaffen."
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