Der Streit um die Dienstfreistellung eines geistig schwer behinderten Hilfsarbeiters im Altstoffsammelzentrum Altmünster spitzt sich immer mehr zu. Seit Herbst des Vorjahres erheben der Bruder und die Schwester als gesetzliche Vertretung des 48-jährigen Stefan Schögl schwere Mobbing-Vorwürfe
Im Altstoffsammelzentrum in Altmünster soll die Vorgesetze einen beeinträchtigten Hilfsarbeiter gemobbt haben. Es stehen aber viele unterschiedliche Aussagen gegenüber, so ist auch von einem für das ASZ typischen rauen Ton die Rede. Auf jeden Fall beschäftigte sich mit dem Fall sowohl die Gemeinde Altmünster als Eigentümerin als auch die Landesabfallverwertungsunternehmen GmbH als Betreiberin des ASZ.
Mediation scheiterte
Die Vorgesetzte und Schögl wurden vom Dienst freigestellt. Eine Mediation hätte beiden den Weg zurück zum Job ebnen sollen. Der Schlichtungsversuch scheiterte: „Wir hätten auf Drängen der Vorgesetzten einem Artikel in der Gemeindezeitung zustimmen sollen, der die Schikanen gegenüber Stefan entkräften über eine Versöhnung berichten sollte. Beides entspricht nicht der Wahrheit. Deshalb stimmten wir nicht zu“, so Bruder Johannes Schögl.
Klage in Vorbereitung
Nun ist sogar eine Klage ist in Vorbereitung: „.Wir waren stets um eine außergerichtliche Klärung bemüht, aber unser Bruder hat uns darum gebeten, zu klagen. Er kann nicht verstehen, warum die Vorgesetzte wieder arbeiten darf, er aber nicht. Er ist seit 28 Jahren am ASZ und liebt seinen Job über alles.“
Öl ins Feuer goss auch ein Mail des Amtsleiters. Die Marktgemeinde würde Schögl gerne wieder in den Dienst stellen, benötigt dafür eine gültige Mediationsvereinbarung und vor allem eine genaue Klärung von Stefans gesetzlichem Vertreter, der sich immer wieder geändert haben soll. Schögl: „Es ist klar geregelt, dass meine Schwester das ist. Ich habe sie nur einmal vertreten.“ Sowohl der Altmünsterer Bürgermeister Martin Pelzer als auch Amtsleiter René Mayrhofer waren nicht erreichbar.
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