Laut Eckhaus leben weltweit nur noch etwa 12.000 bis 14.000 österreichische Holocaust-Opfer, rund 2.000 von ihnen in Israel. Viele seien verarmt und könnten sich oft notwendige medizinische Versorgung nicht leisten; die österreichischen Pensionen würden nicht ausreichen, so der Zentralkomitee-Vorsitzende.
Zwar habe der frühere Finanzminister Josef Pröll vor Jahren 100.000 Euro für die Belange der Holocaust-Überlebenden in Israel zur Verfügung gestellt, doch das reiche nicht - nicht einmal, um die notwendigsten sozialen und medizinischen Unterstützungen abzudecken. Im Übrigen müsse Österreich seine Verantwortung allen Holocaust-Opfern gegenüber wahrnehmen, nicht nur den jüdischen, meinte Eckhaus. Dem gebürtigen Wiener war 1939 die Flucht gelungen. Viele seiner Familienmitglieder wurden aber unter dem deutschen Naziregime ermordet, sein Vater in Auschwitz, sein Onkel in Buchenwald.
Eckhaus äußerte sich in einem Gespräch mit der katholischen Kathpress in Jerusalem anlässlich einer Begegnung mit Kindern und Jugendlichen aus dem niederösterreichischen Herzogenburg - die Sprösslinge waren zum ersten "Children's Festival Bethlehem" angereist. Mehr als 80 Kinder aus Herzogenburg präsentierten im Rahmen des Treffens mit Eckhaus einer Gruppe von rund 40 österreichischen Holocaust-Überlebenden ein buntes musikalisches Programm.
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