Nur kurz abgelenkt

20 Monate alter Bub in Wien aus Fenster gefallen – tot!

Österreich
21.06.2012 17:55
Unfassbare Tragödie in Wien-Rudolfsheim-Fünfhaus: Während eine junge Mutter (21) für einen kurzen Moment abgelenkt ist, klettert ihr 20 Monate alter Sohn auf das Fensterbrett – und stürzt wenig später circa zehn Meter in die Tiefe. Eine Passantin alarmiert zwar sofort die Rettung, doch das schwer verletzte Kind stirbt wenig später im Spital.

Es ist heiß und stickig in der Zweizimmerwohnung in der Rauchfangkehrergasse, Amina T. öffnet daher ein Fenster, um die Räume ein wenig durchzulüften. Sie und ihr Sohn Saifullah (20 Monate alt) sind gerade dabei, sich für einen Spaziergang im Park fertigzumachen – als der Mutter auffällt, wie schmutzig der Kinderwagen ist. Eine Freundin der jungen Tschetschenin: "Also holte sie schnell einen feuchten Lappen, um ihn abzuwischen."

Kind fällt zehn Meter in die Tiefe
Diesen kurzen Augenblick der Unaufmerksamkeit nutzt der kleine Bub, um auf einen Stuhl zu klettern und von dort aufs Fensterbrett der Wohnung im dritten Stock zu steigen. Noch bevor seine Mutter reagieren kann, verliert der Kleine das Gleichgewicht und stürzt hinaus. Zehn Meter fällt das Kind, bis es schließlich mit dem Kopf auf den Gehsteig knallt – direkt vor die Füße einer Passantin, die mit einem Kinderwagen unterwegs ist.

Passantin und Polizisten helfen vor Ort
Die Frau reagiert besonnen und blitzschnell: Sie dreht das verletzte Kind und achtet auf die passende Seitenlage. Gleichzeitig benachrichtigt sie die Rettung und kümmert sich um die Mutter, die mittlerweile drei Stockwerke heruntergerannt ist und jetzt vor ihren Augen zusammenbricht. Noch bevor der Notarzt an der Unfallstelle ist, treffen Polizisten ein. Die Beamten beginnen sofort, den Buben zu reanimieren. Dann wird Saifullah mit dem Notarzthubschrauber "Christophorus 9" ins Spital geflogen.

Ärzte: "Kopfverletzungen waren zu schwer"
Doch die Ärzte im SMZ-Ost verlieren den Kampf um sein Leben. Einer der Mediziner: "Wir haben alles für ihn getan. Aber die Kopfverletzungen des Kindes waren einfach zu schwer." Die Polizei konnte die traumatisierten Eltern noch nicht befragen, der Schock sitzt zu tief. Eine Nachbarin zur "Krone": "Die beiden haben noch eine schwere Aufgabe vor sich. Sie müssen der vierjährigen Schwester des Buben erklären, dass ihr Bruder tot ist."

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