Der Weg von Niederndorf nach Rettenschöss ist nicht weit. Nur rund fünf Kilometer trennen die beiden Ortschaften im Tiroler Bezirk Kufstein. Die beiden Dörfer haben sogar dasselbe Postamt. Umso erstaunlicher, dass eine Postkarte nun fast drei Jahre für diese äußerst kurze Stecke benötigte.
"Nicht einmal eine Schnecke braucht so lange"
"Zwei Wochen nach meinem 87. Geburtstag fand ich in meinem Briefkasten eine Postkarte und glaubte lediglich, dass jemand mit den Glückwünschen einfach spät dran war", schilderte Elisabeth Himberger der "Krone". Erst der Blick auf den Absender machte die betagte Frau stutzig. "Die Bekannte, die sich bei mir für Fotos aus unserer gemeinsamen Jugendzeit bedanken wollte, wurde vor etwa einem Monat beerdigt", war die 87-Jährige verwundert. Dann sah sie sich den Poststempel genauer an.
"Die Grüße datierten vom 9. Oktober 2009 und wurden trotz inzwischen erhöhter Gebühren zugestellt", staunte Himberger und scherzt: "Nicht einmal eine Schnecke braucht von Niederndorf nach Rettenschöss so lange."
Für Post "unerklärlich"
Wo die Karte fast drei Jahre lang war, ist auch für die Post "unerklärlich". Möglicherweise sei sie unter einen Schreibtisch gerutscht und nun wieder aufgetaucht. Dabei hatte die Tirolerin noch Glück: Die belgische Post brauchte für die Zustellung einer Postkarte über eine Distanz von 50 Kilometern sogar knapp 83 Jahre.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.