Die ORF-Geschäftsführung habe "trotz mehrfacher Aufforderungen durch das Plenum des Stiftungsrates und die Arbeitsgruppe keinen begründeten Standortvorschlag unterbreitet. Die vorgelegten Zahlen waren nach Ansicht der Arbeitsgruppe weder schlüssig noch vergleichbar", heißt es in dem Schreiben.
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz habe sich in der Sitzung zu einer Präferenz für einen Neubau am Standort St. Marx bekannt. "Dieser Präferenz konnte die Arbeitsgruppe mehrheitlich nicht folgen."
Zukunft der Standorte ungewiss
Wrabetz könnte freilich trotz der Ablehnung von St. Marx durch die Arbeitsgruppe in der nächsten Stiftungsratssitzung den Antrag auf Umzug an einen neuen Standort stellen. Eine Mehrheit dafür scheint allerdings auch dort unwahrscheinlich. Wie es nun mit den Wiener ORF-Standorten und der Sanierung der ORF-Zentrale am Küniglberg weitergehen soll, bleibt unklar.
In ersten Berechnungen hatten sich die ehemaligen Schlachthofgründe in Wien-Landstraße als teuerste Variante herausgestellt. Bei weiteren detaillierteren Kalkulationen war St. Marx dann plötzlich knapp vor einem zentralen Standort am Küniglberg am kostengünstigsten - in einer erst am Wochenende nachgelieferten Bilanzbetrachtung aber wieder deutlich teurer als die Küniglberg-Variante.
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