Ins Visier von Cyber-Kriminellen ist ein Fußballclub im Bezirk Oberwart geraten. Per „Hacker-Trick“ bekamen die Täter Zugriff auf Privat- und Onlinekonten. Obmann, Nachwuchs- und Liga-Team zahlten drauf.
In die Falle einer raffinierten Cyber-Bande ist der SC Wiesfleck getappt. Per Handy ist die Klubführung vor einem „Hacker-Angriff“ gewarnt worden. Tatsächlich waren die Anrufer selbst die gemeinen Täter. Um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen, war auf dem Display des Opfertelefons die Nummer einer in Oberwart stationierten Bankfiliale zu sehen, die offiziell für die gesetzliche Einlagensicherung und Anlegerentschädigung verantwortlich zeichnet.
Täter setzten Opfer unter Druck
Über eine Finanzgeschäfte-App sollte die Hacker-Attacke, die angeblich im selben Augenblick der Warnung voll im Gang war, abgewehrt werden, wie die Betrüger behaupten. Wie oft in solchen kniffligen Fällen, wurde Hektik vorgegaukelt, eine rasche Reaktion gefordert und das Opfer derart unter Druck gesetzt, um nicht lange nachdenken zu können und womöglich Verdacht zu schöpfen. Die Falle schnappte zu.
Großer Schaden auf Konto des Nachwuchsteams
Die Täter klickten sich ins Online-Banking des Sportvereins ein. Im Eiltempo führten die professionellen Cyber-Kriminellen mittels Expressüberweisung eine unerlaubte Abbuchung nach der anderen durch. Den größten Schaden hinterließen die Betrüger auf dem Konto des Nachwuchsteams. Sie hatten es aber genauso auf die Bankverbindung der Kampfmannschaft abgesehen. Sogar auf das Gelddepot des Obmannes griffen die Cyber-Kriminellen zu.
Schaden in der Höhe von 15.000 Euro
Die Konten wurden zwar bald gesperrt, doch die unbekannten Täter hatten bereits reiche Beute gemacht. Der Schaden wird auf fast 15.000 Euro geschätzt. Die genaue Summe steht noch nicht fest. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren.
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