Zu wenig Geld etc.

Mehrheit begrüßt Proteste von Kindergartenpersonal

Politik
24.01.2024 12:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit Herbst 2021 ist das Kindergartenpersonal in Österreich immer wieder für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gegangen. Vor allem in Wien waren Einrichtungen geschlossen. Dennoch ist die Zustimmung zu den Protesten in der Bevölkerung gestiegen, wie jetzt eine Studie von Integral zeigt.

In Kooperation mit dem Netzwerk Elementare Bildung Österreich (NeBÖ) wurden 500 Menschen zwischen 16 und 75 Jahren befragt. Demnach unterstützen 53 Prozent die Proteste des Kindergartenpersonals. Darunter sind vor allem Menschen in Wien und Höhergebildete. Die klare Mehrheit (82 Prozent) findet die Vermittlung von Bildung bereits im Kindergarten wichtig. Zwei Drittel sind der Ansicht, dass Österreichs Regierung zu wenig für Elementarpädagogik ausgibt. Unterstützt wird außerdem die Forderung nach Verbesserungen für geistig oder körperlich beeinträchtigte Kinder.

Kleinere Gruppen, weniger Verwaltung
Insgesamt haben sich die Forderungen der Aktivistinnen, Aktivisten, der Kindergartenträger und des Personals seit 2018 kaum geändert. Sie verlangen unter anderem bundesweit einheitliche Bedingungen - aktuell sind die Länder zuständig - und mehr Geld. Die Gruppen sollen kleiner, Verwaltung weniger werden. Derzeit könnten die Kinder wegen des Personalmangels oft nur noch beaufsichtigt werden, heißt es. Seit Montag gibt es eine Petition mit den Forderungen an die Politik.

NEOS wollen Qualitätsziele
Am Mittwoch ist der Tag der Elementarbildung. Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP) verwies anlässlich dazu auf Ausbildungsinitiativen der vergangenen Jahre. SPÖ-Frauenvorsitzende Eva-Maria Holzleitner wiederholte ihre Forderung nach einem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr, der den Eltern auch Vollzeitstellen ermöglicht. Der Platz müsse überall kostenlos sein. Bildungssprecherin Petra Tanzler (SPÖ) unterstützt die Forderungen des Personals nach mehr Lohn und besseren Betreuungsverhältnissen.

Die NEOS wollen wiederum verbindliche Qualitätsziele in Kindergärten und Krippen sowie mehr Geld von der Regierung. Diese hatte zuletzt 4,5 Milliarden Euro bis 2030 angekündigt.

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