Cashte dank Benko ab
Doppelte Gage? Ex-Kanzler will sich erklären
Genossen rechnen eher mit einer Rechtfertigung als mit einem Parteiaustritt des ehemaligen SPÖ-Bundeskanzlers.
Fliegt er, geht er, oder bleibt er? Angesichts der fürstlichen Millionen-Honorare und seiner Rolle als Signa-Aufsichtsratschef wurden die Rufe nach einem Parteiausschluss des Ex-SPÖ-Bundeskanzlers Alfred Gusenbauer in immer mehr Bundesländern zuletzt immer lauter.
Neue Dokumente belegen, dass Gusenbauer die von Immo-Jongleur René Benko versprochene „Kanzlergage“ von 280.000 Euro in einem Jahr hätte doppelt bekommen sollen. Heute, Samstag, soll in der Frage über seinen Rücktritt Klarheit herrschen. Wie der „Krone“ aus der Bundespartei und dem Umfeld des Ex-Kanzlers bestätigt wurde, will er sich im Interview mit Ö1 zur Signa und seinen Deals erklären.
Genossen und Parteifreunde rechnen eher mit einer Rechtfertigung als mit einem Rücktritt. „Der Einzige, der ihn zu einem Austritt bewegen könnte, wäre Bürgermeister Michael Ludwig“, verrät ein Insider. Dass es zu einem Überredungsversuch Ludwigs kommt, gilt ebenso wie ein Ausschluss als unwahrscheinlich.
Mit dem Kärntner Landeschef Peter Kaiser hat der Ex-Kanzler einen mächtigen Fürsprecher. Und in Niederösterreich, wo Gusenbauer 1979 in die SPÖ eintrat, spielt die Landespartei ihrem Promi-Genossen den Ball zurück. „Es liegt nicht an mir, ihm etwas auszurichten“, so Landesparteimanager Wolfgang Zwander.







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