Das ARD-Drama „Mein Falke“ erzählt eine Geschichte über Arbeitswut und Verlust an Mitmenschlichkeit. Die Hauptrolle spielen Anne Ratte-Polle - und ein edler Greifvogel.
Im neuen Film von Regisseur Dominik Graf steht ein Greifvogel im Mittelpunkt. Der ARD-Film „Mein Falke“ (20.15 Uhr) mit Anne Ratte-Polle ist ein Drama über eine Reise zu sich selbst, und dabei hilft das besondere Tier. „So ein Falke hat etwas Aristokratisches. Selbst wenn er noch als Nesthäkchen daherkommt, wirkt er schon wie ein Veredelungsfaktor“, so der zehnfache Grimme-Preisträger Graf. „Der Mensch, der mit einem Falken durch die Landschaft schreitet, schreitet aufrecht in schöner Haltung.“
Am Set bei Wolfsburg gab es sogar drei Exemplare dieser Beizjagdvögel. Einen zur Reserve - und zwei, die in die Obhut der Hauptdarstellerin Ratte-Polle gelangten. Beziehungsweise in die ihrer Rollenfigur - einer völlig auf ihren Beruf als forensische Biologin konzentrierten, dadurch von ihren Mitmenschen isolierten Frau. Dank der Begegnung mit dem Tier erlebt diese Inga erstmals wieder Gefühle von Verbundenheit. Zögerlich findet sie den Weg zu sich selbst - und zu mehr Mitmenschlichkeit. Mit ihrer Figur kann sich Ratte-Polle identifizieren. Die 49-Jährige hat bewusst auf Kinder verzichtet, um intensiv in ihrem Traumberuf arbeiten zu können. Das Zwischenmenschliche pflege sie allerdings schon, sagt sie der dpa.
„Ich möchte Frauenfiguren aus neuen Perspektiven erzählen. Hier fand ich es toll zu erzählen, dass eine Frau allein lebt - das Problem ist aber nicht, dass sie keine partnerschaftliche Beziehung hat, sondern dass sie sich generell vor Menschen verschließt.“ Man könne schließlich sehr gut allein leben, ohne deshalb einsam zu sein.
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