Nach dem Sieg beim Big-Air-Weltcup in China geht’s für Kärntens Snowboard-Queen Anna Gasser direkt weiter nach Kanada. Die Freestyle-Snowboarder müssen heuer 45.000 km zurücklegen, wenn sie alle Bewerbe im FIS-Kalender bestreiten wollen. Gasser kritisiert die Reihenfolge der Events.
Die Freude bei Anna Gasser war riesig! Kärntens Snowboard-Queen sprang beim Weltcup in Peking im Big Air zu ihrem neunten Sieg seit November 2016! Bei jedem ihrer 17 Weltcup-Starts kam sie aufs Podest – und bewies auch auf jener Schanze, wo sie im Vorjahr Olympia-Gold holte, Nervenstärke. Im ersten Sprung stürzte sie noch, stellte dann zwei blitzsaubere Tricks hin und siegte mit 174 Punkten.
Bei unserem Kalender ist es schwer, Klimaschützer zu sein. Wir fliegen viel zu oft hin und her.
Anna GASSER
Zeit zu feiern gab’s wenig. Der Weltcup-Tross zieht ins 8500 km entfernte Edmonton nach Kanada weiter, wo schon am Freitag die nächste Quali ansteht. Danach geht’s zum letzten Big-Air-Event in die USA – macht 25.000 Flugkilometer binnen drei Wochen!
„Bei uns sind solche Strecken normal!“
„Bei den Skifahrern ist das dauernd Thema. Bei uns ist’s aber normal, dass wir viel zu oft solche weiten Strecken zurücklegen“, ärgert sich Gasser, dass der FIS-Kalender der Freestyle-Boarder einer Weltreise gleicht. Denn der Slopestyle-Auftakt findet Mitte Jänner wieder in Europa statt. Dann geht’s (auch für die X-Games in Aspen) erneut in die USA – und zum Finale wieder zurück in die Schweiz. Startet ein Athlet also bei allen Bewerben, legt er in der Saison über 45.000 Kilometer zurück!
„Als Sportler ist es leider schwer, Klimaschützer zu sein – das ist alles andere als ideal“, kritisiert die 32-Jährige die Saisonplanung. „Aber auch für den Körper ist die Belastung enorm – man muss sich in kürzester Zeit immer wieder neu einstellen.“
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