Ist das nicht eine stattliche Summe? Nach der jetzt präsentierten Spendenstatistik haben die Österreicher im vergangenen Jahr erstmals mehr als eine Milliarde Euro für karitative Zwecke gespendet, das war fast um ein Viertel mehr als im Jahr davor. Das besonders Positive daran: Mit dieser Steigerung trotzten die Österreicher dem internationalen Trend zu weniger Spenden. Das meiste Geld machten die Menschen hierzulande für soziale Zwecke wie dem Kampf gegen Obdachlosigkeit und Armut locker. Der Löwenanteil der Spenden, nämlich mehr als 80 Prozent, kommt von privaten Spendern, die im Schnitt 123 Euro zahlten - an der Spitze liegen dabei übrigens die Steirer und Kärntner mit jeweils 148 Euro. Für heuer wird allerdings nach den ersten Hochrechnungen mit keinem neuen Spendenrekord gerechnet - die Teuerung drückt die Bereitschaft, raubt oft auch schlicht die Möglichkeit.
Milliardenzuckerln. Eine Milliarde? Würde die reichen, um René Benkos Signa-Imperium zu retten? Es schwirren atemberaubende Zahlen herum. Atemberaubend auch die Summen, die der Staat ausgibt. Dass Österreich pro Kopf bereits höhere Staatsschulden als Griechenland hat - mit dieser „Krone“-Schlagzeile vom Dienstag hatte Finanzminister Magnus Brunner keine Freude. Auch nicht mit den Reaktionen von FPÖ und Neos, die der türkis-grünen Regierung umgehend vorwarfen, unser Land in den Ruin zu treiben. Brunner dagegen verweist darauf, dass die Krisen der letzten Jahre eine außerordentliche budgetäre Belastung beschert hätten und Österreich von Zuständen wie in Griechenland, das per Euro-Rettungsschirm gerettet werden musste, weit entfernt sei. Unterdessen warnen aber auch Politologen vor einem teuren Wahljahr. Mögliche Wahlzuckerln könnten weitere Milliarden kosten. Süße Zuckerln, die bittere Folgen für die Steuerzahler haben werden.
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