„Krone“-Erfolg

Gemeinsam stark für Verbesserungen im Tierschutz

Tierecke
23.11.2023 06:27

Welpenhandel, Qualzucht und auch Teile der Hundeausbildung - das sind nur einige wichtige Punkte, die dringend in der Tierschutz-Novelle neu geregelt werden müssen. Am Dienstag traf die „Krone“ die Tierschutzsprecher der ÖVP und SPÖ, es scheint nun Bewegung in die Sache zu kommen. 

Die Wogen zwischen Tierschützern und Interessensvertretern der „Hunde-Lobby“ gehen immer wieder hoch, zuletzt stand ein Teil der Gebrauchshundeausbildung im Fokus. Etwa das Training des Hundes zur Abwehr eines Angriffs, wo er sich durch „energisches und kräftiges Zufassen“ verteidigen soll - ein Zitat aus der Prüfungsordnung. 

Weiters ist hier nachzulesen: „Der Hund ist durch Schlagandrohung und Bedrängen durch den Helfer zu belasten.“ Kein Wunder also, dass Tierfreunde hier irritiert sind und auch namhafte Experten eine ernsthafte Überarbeitung dieser Ausbildung fordern. 

Zu groß ist die Gefahr für Mensch und auch Tier, wenn wie im Fall „Elmo“ etwas so folgenschwer schiefgeht. Auch im Parlament verschließt man seine Augen nicht länger, wie ein Treffen zwischen der „Krone“ und den Tierschutzsprechern Josef Hechenberger (VP) und Dietmar Keck (SPÖ) zeigt. 

Chance im Hohen Haus
„Das Hohe Haus steht kurz vor der zweiten Tierschutznovelle, wo viele Punkte neu geregelt werden müssen. Das ist nun eine Chance für alle, die für mehr Tierwohl in diesem Land sind“, so Tierecke-Chefin Maggie Entenfellner nach dem vielversprechenden Termin.

Dringender Handlungsbedarf
Für alle Seiten ist klar: es wird kein Verbot von Hundeausbildung geben, wie das der Hunde-Dachverband (ÖKV) gerne bewusst falsch darstellt und Hundehalter dadurch stark verunsichert. Doch es müssen neue und verschärfte Gesetze kommen, die das Zusammenleben von Mensch und Tier verbessern. 

Tierschutz als Basis
So wäre es etwa wünschenswert, wenn die private Schutzhundeausbildung nicht nur in Wien, sondern landesweit verboten wird. Die umstrittene „Gebrauchshundeausbildung“ sollte nur noch von Trainern abgehalten werden dürfen, die nachweislich tierschutzqualifiziert arbeiten.

Auch strenge Auflagen sollten diese Art der „Gebrauchshundeausbildung“ begleiten. So sollte der Hund bereits vor dem Beginn der Ausbildung auf seine Eignung überprüft werden und ab der ersten Trainingsstunde zentral registriert werden. 

Ebenso sollen die Halter strenger in die Pflicht genommen werden. Ein einwandfreier Leumund und keinerlei Auffälligkeiten in der Haltung von Tieren muss nachweisbar sein, das war bis jetzt nicht so. 

Für Züchter und Tierschutzorganisationen sollte es verpflichtend sein, jedes Tier vor der Weitergabe auf sich selbst zu registrieren, um für mehr Transparenz bei der Herkunft zu sorgen. Denn illegalen Machenschaften ist immer noch Tür und Tor geöffnet, das muss endlich ein Ende finden. 

Fehlzüchtungen - auch Qualzucht genannt - von Haustieren ist ebenfalls ein Punkt, der neu gedacht werden muss. Hier werden am laufenden Band leidende Vierbeiner produziert und man könnte auch einen Zuchtstopp für gewisse Rassen andenken. 

„Auch das Chippen von allen Katzen ist mir wichtig. Es gibt noch so viele Punkte und es wird auf Initiative der ‘Krone‘ in Kürze einen runden Tisch geben, bei dem sich die Politik auch mit Tierschutz-NGOs wie den ‘Vier Pfoten‘ austauschen kann. Ich erwarte mir, dass hier alle an einem Strang ziehen und gemeinsam für mehr Tierwohl sorgen“, so Maggie Entenfellner entschlossen. 

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