Mi, 22. August 2018

Funke als Ursache

29.03.2012 17:27

Haus in Flammen: ÖSV-Betreuer rettet Bank-Chef Treichl

Ein ÖSV-Betreuer als Retter eines Bankers: Gerd Ehn (Bild) entdeckte am Mitwochabend auf dem Weg nach Kitzbühel Flammen, die aus einem Haus im Salzburger Leogang schlugen. Er holte die Bewohner – Erste-Bank-Geschäftsführer Andreas Treichl, einen Freund und die Haushälterin – aus dem brennenden Gebäude und versuchte noch selbst, das Feuer mit einem Gartenschlauch zu löschen.

Treichl und seine Gäste aßen am Mittwoch kurz vor 20 Uhr gerade im Erdgeschoß in der Küche des umgebauten Bauernhauses der Familie am Pass Grießen zu Abend, als beim Dachfirst ein Feuer ausbrach. Doch davon bemerkten die drei zunächst nichts.

Doch Gerd Ehn, der Nachwuchsreferent des ÖSV, der mit seiner Lebensgefährtin auf dem Weg nach Kitzbühel war, fiel im Vorbeifahren der Rauch auf. "Zuerst dachte ich, da heizt jemand ein. Dann sah ich aber Flammen", erinnert sich der ÖSV-Mitarbeiter, der daraufhin sein Fahrzeug wendete und zum Haus zurückfuhr.

"Versuchte, die Flammen etwas abzulöschen"
"Meine Freundin rief die Feuerwehr. Ich sah noch im Navi nach der Adresse nach, damit wir die durchgeben konnten", so Ehn. "Danach klopften und läuteten wir an der Haustür. Die drei kamen auch sofort heraus", erzählt er von seinem Einsatz. "Ich sagte Dr. Treichl, dass sie die Autos aus der Garage holen müssen. Denn in dem Bereich hat es schon ordentlich gebrannt. Dann schnappte ich mir den Gartenschlauch und eine Leiter und versuchte, die Flammen etwas abzulöschen."

Das gelang nur bedingt, 80 Feuerwehrmänner bekämpften den Brand aber schließlich erfolgreich. "Wir mussten auch das Dach öffnen, um alle Glutnester zu erreichen", so Einsatzleiter Anton Pfeffer. Gegen 22 Uhr war alles erledigt. Der Schaden ist groß, das Haus aber weiter bewohnbar.

Technischer Defekt als Ursache ausgeschlossen
Brandopfer Treichl bleibt vorerst jedenfalls in Leogang. "Er dankte uns mehrmals. Wir sind froh, dass wir helfen konnten", so Gerd Ehn und Freundin Cecilia Larsson. Brandermittler Günter Luisser untersuchte den kaputten Dachstuhl bereits am Donnerstag. Er schließt einen technischen Defekt als Ursache für das Feuer aus. "Ich vermute, dass ein Funke von außen, von einer Zigarette etwa, die Ursache war."

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