Mo, 25. Juni 2018

"Hunger Games"

21.03.2012 15:35

Zukunfts-Gladiatoren: "Die Tribute von Panem"

Brot und Spiele galten schon in der Antike als geeignete Mittel der Obrigkeit, die Untertanen in Schach zu halten. Das ist auch in Panem, dem vom römischen Sprichwort "Panem et circenses" abgeleiteten postapokalyptischen Überbleibsel von Nordamerika, nicht anders. Im Kapitol, dem reichen und exaltierten Zentrum des Landes, werden jährlich die sogenannten Hungerspiele abgehalten, für die je zwei Jugendliche aus den zwölf armen Peripheriebezirken in eine Naturarena geschickt werden - und aus denen nur einer lebend herauskommt.

Die makabren Gladiatorenkämpfe werden als riesige Realityshow im ganzen Land übertragen, um das unzufriedene Volk zu unter- und vor allem auch ruhig zu halten. Mit dieser vorrevolutionären Ausgangskonstellation lockt der Blockbuster "Die Tribute von Panem" (Start: 22. März) ins Kino.

Im Zentrum der dystopischen Science-Fiction-Fantasie aus der Feder der US-Autorin Suzanne Collins steht die toughe 16-jährige Katniss Everdeen (Jennifer Lawrence), die sich freiwillig als Vertreterin des zwölften Distrikts meldet, nachdem das Los eigentlich auf ihre kleine Schwester gefallen wäre. Als männliches Tribut wird der feingeistige und heimlich verliebte Peeta (Josh Hutcherson) ausgewählt.

Angeleitet werden die beiden fortan von ihrem zynischen Mentor Haymitch (Woody Harrelson), gestylt vom sympathischen Cinna (Lenny Kravitz) und der Öffentlichkeit schmackhaft gemacht von Caesar (Stanley Tucci) als aalglattem Moderator der Show. Dass sich nur einer der beiden Tribute grundsätzlich retten könnte, macht die Situation für die Heldin und ihren neuen Kompagnon in der grausamen und pervertierten Umgebung nicht leichter.

In den USA ist die Panem-Trilogie "Hunger Games" von Collins ein riesiger Bestseller, hierzulande ist die Jugendbuchreihe noch vergleichsweise unbekannt. Dennoch wird ein Hype ähnlich wie bei der "Twilight"- oder "Harry Potter"-Saga nicht nur nicht ausgeschlossen, sondern fast erwartet.

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Basierend auf der literarischen Fantasy-Roman-Trilogie der Autorin Suzanne Collins, verquickt "Pleasantville"-Regisseur Gary Ross ein Albtraumszenario mit Gesellschaftskritik plus Romanze, wobei er sich ganz auf seine "Amazone" Jennifer Lawrence verlassen kann, die 2011 für "Winter's Bone" Oscar-nominiert war. Eine verstörende Parabel auf moderne Gladiatorenspiele, die unsere makabre Gier nach "Dschungelcamps mit Kill-Faktor" anprangert. In weiteren männlichen Parts überzeugen Donald Sutherland, Woody Harrelson und Lenny Kravitz.

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