Bis 2031 wollen die Verantwortlichen von Bund, ÖBB und Asfinag mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau des Vorarlberger Schienen- und Straßennetzes investieren – die „Krone“ berichtete. Aus Sicht von Wirtschaftskammerpräsident Karlheinz Kopf ist dies ein wichtiges und positives Signal für den Wirtschaftsstandort.
„Eine leistungsfähige, moderne und verlässliche Infrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts“, erläutert Karlheinz Kopf. Gerade für Vorarlberg als stark exportorientiertes Bundesland seien funktionierende Verkehrs- und Logistikverbindungen im internationalen Umfeld unverzichtbar.
Ausbau Güterterminal Wolfurt
Besonders wichtig ist aus der geplante Ausbau des Containerterminals in Wolfurt. Der Container Cargo Terminal Wolfurt ist die zentrale Logistikdrehscheibe für die exportorientierten Betriebe des Landes und hat in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen. „Der Güterbahnhof in Wolfurt ist für viele Unternehmen das logistische Herzstück ihres internationalen Geschäfts. Dass hier die Kapazitäten deutlich erweitert werden sollen, ist eine wichtige Entscheidung. Der Terminal ist bereits heute stark ausgelastet und stößt zunehmend an seine Grenzen“, erklärt der WKV-Präsident.
Planungssicherheit bei S18 gefordert
Positiv bewertet Kopf auch die klare Haltung von Verkehrsminister Peter Hanke zur umstrittenen Bodenseeschnellstraße. „Es ist wichtig, dass hier Planungssicherheit besteht. Die S18 ist ein zentraler Baustein, um die Verkehrsbelastung im unteren Rheintal zu reduzieren und gleichzeitig eine leistungsfähige Verbindung im internationalen Wirtschaftsraum sicherzustellen“, erklärt Karlheinz Kopf. Auch beim seit Jahren diskutierten Vollausbau der Anschlussstelle Wolfurt an die A14 sieht der Präsident positive Signale: „Dass hier wieder Bewegung in die Planungen kommt, ist ein wichtiges Zeichen“.
Infrastuktur als Standortfaktor
Vorarlberg liege im Zentrum eines der dynamischsten Wirtschaftsräume Europas und sei eng mit den Märkten in Deutschland, der Schweiz und darüber hinaus verbunden. „Gerade in einer exportorientierten Wirtschaftsstruktur entscheidet eine funktionierende Infrastruktur wesentlich über Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Arbeitsplätze“, sagt Kopf. Neben dem Ausbau der Bahn seien daher auch Investitionen in das Straßennetz und intelligente Verkehrssteuerung wichtige Schritte, um den Wirtschaftsverkehr zuverlässig abzuwickeln und gleichzeitig die Bevölkerung zu entlasten.
Entscheidend sei nun, dass die angekündigten Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. „Für die Wirtschaft ist Planungssicherheit wichtig. Daher hoffen wir, dass die Projekte zügig vorangetrieben werden und die vorgesehenen Investitionen rasch Wirkung entfalten.“
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.