Vor einem Jahr wurde Wolodymyr Selenskyj vom US-Präsidenten im Weißen Haus abgekanzelt. Er habe „ohne die USA gar keine Karten“, so Donald Trump damals. Jetzt schickt der ukrainische Präsident Hightech-Drohnen, um US-Basen im Nahen Osten zu schützen – und zahlt es Trump verbal heim.
Dank des hohen Ausbildungsniveaus sowie der Arbeit der Industrie und der Spezialisten sei es jetzt möglich, Hightech-Drohnen zu produzieren, erklärte Selenskyj in einem Interview mit dem irischen Blogger Caolan Robertson. Die Fluggeräte haben sich am Schlachtfeld in der Ukraine bewährt und sorgten mit ihrer verheerenden Effizienz auch bei einer NATO-Übung für Aufsehen. Jetzt sollen sie auch iranische Schahed-Drohnen im Nahen Osten vom Himmel holen.
USA baten um Hilfe
Auf Bitten der USA hat Kiew Abfangdrohnen und Experten nach Jordanien geschickt, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen. Die Ukraine habe nun „gute Karten in der Hand“, erklärte der ukrainische Präsident dazu in Anspielung auf den Sager von Trump. Der hatte Selenskyj bei dem Treffen im Weißen Haus, das völlig eskalierte, auch Undankbarkeit vorgeworfen.
Dass die USA jetzt sein Land um Hilfe baten, sei ein „gutes Gefühl“, so Selenskyj. Auch damals habe man gute Karten gehabt, fügte der ukrainische Staatschef hinzu. Aber wie ein guter Kartenspieler habe man sie nicht gezeigt. „Aber jetzt hat jeder verstanden, dass wir sie haben.“
Erfolgreiche Gegenoffensiven
Unterdessen meldete die Ukraine auch militärische Erfolge an der Front im Südosten. Durch Gegenangriffe, die dort seit Wochen laufen, sei die Region Dnipropetrowsk beinahe komplett zurückerobert worden. Drei kleinere Siedlungen seien noch in russischer Hand und zwei weitere müssten überprüft werden, erklärte der General Olexander Komarenko gegenüber „RBK Ukraine“.
Aufgrund der ukrainischen Vorstöße gebe es für den Februar eine positive Dynamik. „Es wurde mehr Territorium befreit, als verloren“, unterstrich Komarenko. Mehr als 400 Quadratkilometer seien zurückerobert worden. Die Gesamtlage sei weiter „schwierig, aber kontrollierbar“. Die Führung in Kiew betont die Erfolge. Ukrainische Militärbeobachter bewerten die Fortschritte allerdings zurückhaltender.
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