Film „Nouvelle Vague“

Warum Frankreichs neuer Kinostar vor Freude weinte

Unterhaltung
08.03.2026 08:00

Er ist jung, fesch und spielt im neuen Streifen „Nouvelle Vague“ (ab Donnerstag im Kino) die Filmlegende Jean-Luc Godard – die Franzosen können derzeit nicht genug kriegen von Guillaume Marbeck. Die „Krone“ sprach mit dem Jungstar in Paris.

Mit der richtigen schwarzen Sonnenbrille, dem Markenzeichen des legendären Filmemachers Jean-Luc Godard („Außer Atem“), hat alles angefangen: „Ich wusste, wenn ich ihn spiele, muss ich die perfekte Brille finden. Ich habe unzählige Modelle ausprobiert und war schon verzweifelt.“

Am Tag vor dem Drehstart fand er schließlich die Richtige. „Ich habe geweint, es war das Zeichen, dass ich das schaffen kann“, berichtet Guillaume Marbeck im „Krone“-Interview von den Vorbereitungen auf seine Hauptrolle im neuen Film „Nouvelle Vague“ (ab Donnerstag im Kino) von Star-Regisseur Richard Linklater. Der sich hierzulande mit der Wiener Romanze „Before Sunrise“ mit Ethan Hawke unsterblich machte.

Nun also nimmt er sich die Franzosen vor und erzählt in Schwarz-Weiß von der Geburtsstunde der dortigen experimentellen Regie-Bewegung in den 50ern und 60ern, angeführt von Godard.

Wie gut wusste der 32-jährige Marbeck darüber überhaupt Bescheid? „Wir haben das natürlich auf der Filmschule durchgenommen, ein wichtiger Moment der Filmgeschichte. Damals beschlossen einfach ein paar Freunde, dass man nicht teures Equipment braucht, um einen tollen Streifen zu drehen. Sondern man geht einfach auf die Straße und fängt an.“ Das sei so ähnlich wie das, was heute auf Social Media passiert: „Auch etwas Einfaches kann viele Menschen erreichen.“

Marbeck als Jean-Luc Godard
Marbeck als Jean-Luc Godard(Bild: Jean-Louis Fernandez)

Wie groß war der Druck für den Newcomer? „Ich war schon nervös. Godard ist eine Ikone des Films. Ich wollte alles richtig machen, schließlich soll er mich nicht aus dem Grab heraus verfluchen.“

Guillaume Marbeck in Paris mit einem César
Guillaume Marbeck in Paris mit einem César(Bild: EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON)

Die Aufgabe ist ihm jedenfalls geglückt, gewann der Film doch kürzlich gleich vier Césars, was dem französischen Oscar gleichkommt, und war auch beim Festival in Cannes erfolgreich. Die cineastischen Franzosen haben damit ihren neuen Kino-Liebling gefunden – ob er auch in Österreich so einschlägt?

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