Mi, 18. Juli 2018

Mit Tod bedroht

19.03.2012 16:07

Mitschüler erpresst: 21 Monate Haft für 15-Jährigen in Wien

"Wenn du mir morgen kein Geld mitbringst, schlage ich dich wieder!": Ein 15-Jähriger hat über mehrere Monate hinweg Mitschüler ausgeraubt, erpresst und geschlagen. Am Montag wurde der Jugendliche, der bereits wegen eines anderen schweren Deliktes vor einem Richter gestanden war, am Wiener Landesgericht rechtskräftig zu 21 Monaten Haft verurteilt, sieben davon unbedingt.

Begonnen hatten die Drohungen und Schikanen - "Hol mir was zu essen, sonst..." - gleich zu Schulbeginn im September 2011. Erst als die Mutter eines Opfers im November bemerkte, dass ihr Sohn immer öfter dem Unterricht fernblieb, erzählte der Bub von dem unerträglichen Schulalltag. Die Familie zeigte den Anführer der Bande an.

Schüler mit Tod bedroht
Daraufhin wurden die Drohungen noch heftiger: Die Gruppe soll den Schüler bei der U-Bahn aufgehalten und ihn mit dem Tod bedroht haben. Dafür gibt es allerdings keine Zeugen.

Dem Burschen und seiner Bande sei nicht klar gewesen, wie sehr sie ihre Opfer in der Klasse des Polytechnikums mit solchen Drohungen ängstigten, meinte der Anwalt des Angeklagten. Sie hätten nur "Spaß" gemacht, sagte der Beschuldigte, der kein Geständnis ablegte.

"Haben Sie gesehen, wie der schlottert?"
Richterin Daniela Zwangsleitner betonte, dass auch der Raub von kleinen Geldbeträgen eine Straftat ist. Vor allem, wenn dies über mehrere Monate regelmäßig geschieht und die Betroffenen dermaßen eingeschüchtert werden. "Haben Sie gesehen, wie der schlottert?", fragte sie die Schöffen nach der Einvernahme eines verängstigten Zeugen.

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