Erfolgreicher Schlag der Kärntner Fahnder gegen eine geschäftstüchtige Suchtgiftbande! Sechs Tage die Woche soll ein verdächtiges Quartett in einer Wohnung in Klagenfurt verschiedenste Drogen verkauft haben. Die Kunden standen Schlange.
Seit Monaten war man den Verdächtigen bereits auf der Spur - nun klickten für zwei Nigerianer (29 und 55 Jahre), einen Afghanen (28) und eine 56-jährige Rumänin in Klagenfurt die Handschellen. Ein mutmaßlicher Kunde der verdächtigen Drogenbande sei von dieser mit einer Schusswaffe bedroht worden.
Und so nutzte die Polizei die „Gunst der Stunde“ - umgehend rückten mehrere Polizeistreifen, das Einsatzkommando Cobra und die Schnelle Interventionsgruppe (SIG) aus. Die Spezialeinheiten stürmten schließlich die Wohnung, überwältigten die vier Verdächtigen und legten diese in Handschellen.
7000 Euro mutmaßliches Drogengeld
Ein Zugriff, der sich ermittlungstechnisch mehr als bezahlt machte: Neben 7000 Euro an mutmaßlichem Drogengeld stellten die Fahnder im Zuge der Amtshandlungen nicht weniger als 77 Gramm Cannabis, rund 500 Gramm Kokain, 27 Gramm Heroin und 1,5 Kilogramm an Streckmittel sicher. Straßenverkaufswert der entdeckten Drogen: mehr als 77.000 Euro.
Wie sich schließlich bei den Ermittlungen herausstellte, wurde die Wohnung regelrecht als Suchgift-Verkaufsshop genutzt. Dabei hatten die vier verdächtigen Verkäufer eine 36-Stunden-Woche. Von 18 Uhr bis 0 Uhr konnten Kunden an die Tür klopfen und sich ihr Suchtgift besorgen. Einzig am Montag machten die mutmaßlichen Dealer „blau“.
Die vier Verdächtigen (sie zeigen sich nicht geständig) wurden in Untersuchungshaft genommen und in die Justizanstalt Klagenfurt überstellt. Weitere Ermittlungen bezüglich möglicher Hintermänner laufen.
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