Sa, 18. August 2018

"Bin sensibel"

01.03.2012 10:01

Arnautovic von Fans enttäuscht: "Pfiffe tun mir weh"

Marko Arnautovic war am Mittwochabend beim 3:1 im Länderspiel gegen Finnland der Verlierer im ÖFB-Team. Der Legionär von Werder Bremen wurde bei seiner Auswechslung in der 61. Minute mit einem Pfeifkonzert verabschiedet. Es war die Quittung für eine schwache Leistung und einen auch lustlos wirkenden Auftritt in Klagenfurt. Arnautovic gab sich danach selbstkritisch - und verletzt: "Diese Pfiffe tun mir weh."

"Ich bin sensibler, als viele glauben, diese Pfiffe sollten nicht sein", zeigte sich Arnautovic sichtlich getroffen. Für seine äußerst mäßige Vorstellung hatte aber auch er selbst keine Erklärung. "Einfach ein rabenschwarzer Tag, es tut mir sehr, sehr leid", meinte er nach dem Spiel.

"Solche Tage gibt es eben"
Im Match konnte er in der Tat keine Akzente setzen. Als der Offensivspieler in der 18. Minute einen Freistoß weit über das Tor jagte, war ein erstes Murren im Wörthersee-Stadion zu vernehmen. Danach gelang ihm keine nennenswerte Aktion mehr. "Ich war nicht in Form. Solche Tage gibt es eben", erklärte der 22-Jährige.

"Habe viel für Österreich geleistet"
Die Pfiffe wollte er trotzdem nicht verstehen. "Es ist unnötig. Ich weiß nicht, womit ich das verdient habe. Ich habe schon viel geleistet für Österreich, habe meine Tore gemacht. Die Leute, die mich ausgepfiffen haben, haben wohl keinen Respekt. Aber als Profi muss man darüber hinwegsehen und das mit guten Leistungen wieder ändern", erklärte er. "Ich hoffe, dass viele Leute und die Mannschaft noch immer hinter mir stehen."

Rückendeckung von den Kollegen
Die zwei Ersatzkapitäne vom Mittwoch taten dies jedenfalls. "Kein Spieler hat es verdient, ausgepfiffen zu werden", meinte Martin Harnik. Andreas Ivanschitz sagte: "Wir wollen ihm helfen, das soll er auch wissen, das soll er auch spüren. Wir brauchen ihn, er besitzt so viel Qualität." Dass Arnautovic, dem alle Experten großes fußballerisches Talent attestieren, durch seine Auftritte allerdings auch polarisiert, weiß auch der Mainz-Legionär: "Damit muss er leben."

Nicht viel dazu sagen wollte kurz nach Schlusspfiff Teamchef Marcel Koller. "Ich gebe zu seiner Leistung in der Öffentlichkeit keinen Kommentar ab", sagte der Schweizer über seinen zentralen Offensivspieler.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Eklat in EL-Quali
Becherwurf in Graz: UEFA vertagt Entscheidung
Fußball National
Runde der letzten 32
Champions League: Hammerlos für St. Pöltens Damen
Fußball National
Abschied nach Saison
Alonso: Darum kehrt er der Formel 1 den Rücken
Video Sport
„Darf sich ausruhen“
Lionel Messi lässt Argentiniens Testspiele aus
Fußball International
Nach Lieferproblemen
2. WM-Stern: Neues Frankreich-Trikot endlich da!
Video Fußball
Brücken-Drama
I: Innenminister fordert Absage von Serie-A-Start
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.