Austria Wien – Kapfenberg 0:1
Die von Ivica Vastic neu formierte Austria-Elf konnte die Lücke nicht schließen, die die Abgänge von Zlatko Junuzovic und Nacer Barazite gerissen hatten. Die "Veilchen" hatten wie schon in den vorangegangenen zwei Frühjahrspartien Probleme im Spielaufbau. Gute Aktionen sahen die knapp über 7.000 Zuschauer in der ersten Hälfte nur selten, die wenigen Chancen vergaben Simkovic (18.), Dilaver (24.) und Tadic (36.). Schon nach rund 35 Minuten setzte daher das erste Pfeifkonzert ein.
Doch es kam noch schlimmer. Eine Pitter-Flanke sprang Margreitter im Strafraum an den Arm, Schiedsrichter Thomas Gangl entschied zu Recht auf Elfmeter (43.). Nathan Junior verwertete sicher, da aber Lovin zu früh in den Strafraum gelaufen war, ließ Gangl den Strafstoß wiederholen. Auch im zweiten Versuch behielt der junge Brasilianer die Nerven und schoss ins selbe Eck zur Kapfenberger Führung ein (45.). Allerdings gab es noch vor dem Pausenpfiff einen herben Rückschlag für die Gäste. Der technisch starke Babangida musste nach dem zweiten unnötigen Foulspiel mit Gelb-Rot vom Feld (45+1).
Die Austria kam zwar mit viel Elan aus der Kabine und schnürte in der zweiten Hälfte den dezimierten Gegner ein. In der 55. Minute brachte Alexander Grünwald den Ball nach Tadic-Kopfball auch im Tor unter, Schiedsrichter-Assistent Roland Riedel aber entschied zu Unrecht auf Abseits. Weitere gute Chancen durch Tadic (67.), Liendl (70. und 75./Freistoß), Kienast (70.) und Klein (90.) blieben jedoch ungenützt und damit auch die Chance, mit Tabellenführer Rapid an Punkten gleichzuziehen.
Sturm Graz – Rapid Wien 0:0
Das torlose Remis wird für Rapid in der Liga offenbar zum Standard-Resultat. Auch die Auswärtspartie der Hütteldorfer gegen Sturm Graz brachte ein 0:0 und damit dasselbe Ergebnis wie die ersten beiden Frühjahrsspiele sowie fünf der vergangenen sechs Spiele des Rekordmeisters. Immerhin sind die Wiener bereits seit zwölf Runden ungeschlagen und behielten die Tabellenführung, während der Titelverteidiger das 14. Heimspiel en suite ohne Niederlage überstand. Die "Blackies" kassierten in diesem Jahr noch kein Gegentor und liegen als vorläufiger Zweiter weiterhin drei Punkte hinter Rapid.
Der "Schlager" der Runde vermochte die hohen Erwartungen in praktisch keiner Phase zu erfüllen. Die Gastgeber präsentierten sich in der ersten Hälfte harmlos, Rapid kam wenigstens zu zwei halbwegs guten Möglichkeiten. In der 22. Minute scheiterte Guido Burgstaller mit einem Schuss aufs kurze Eck an Cavlina, drei Minuten später traf Thonhofer nach einem sehenswerten Freistoßtrick der Gäste nur die Brust des Sturm-Goalies. Außerdem flog ein Pichler-Volley relativ knapp am Tor vorbei (37.).
Erst nach dem Seitenwechsel wurden die Steirer initiativer, mehr als ein Schuss von Bodul aus guter Position weit über die Latte (52.) schaute vorerst jedoch nicht heraus. Gefährlich wurde es auch in der 59. Minute, denn Tormann Königshofer hatte bei einer harmlosen Flanke von Kainz große Probleme. Auch die letzte halbe Stunde blieb ohne Höhepunkte, weshalb Teamchef Marcel Koller bei all seinen vier Bundesliga-Stadionbesuchen in diesem Jahr ein 0:0 zu sehen bekam.
Wiener Neustadt - Wacker Innsbruck 0:0
Zum dritten Mal in Folge hat es im Duell des SC Wiener Neustadt mit dem FC Wacker Innsbruck im Stadion in der Giltschwertgasse keinen Sieger gegeben. Nach dem 2:2 in der vergangenen Saison und dem 0:0 im Herbst trennten sich die beiden Tabellennachbarn am Samstag in Wiener Neustadt vor 2.200 Zuschauern neuerlich torlos. Die Innsbrucker zogen damit nach Punkten mit dem Tabellensechsten Admira gleich.
In einer tempo- und chancenarmen Partie hatten die Gastgeber den deutlich besseren Beginn. Ein Schuss von Daniel Wolf wurde hauchdünn neben das Tor abgewehrt (8.), zudem machte sich Wacker-Goalie Szabolcs Safar bei einem Abschluss von Serkan Ciftci lang (17.). Die Truppe von Chefcoach Peter Stöger hatte damit aber vorerst ihr Pulver verschossen. Die Innsbrucker kamen mit Fortdauer der ersten Hälfte zumindest etwas besser ins Spiel, blieben aber ebenso vollkommen harmlos.
Auch nach dem Seitenwechsel verabsäumten es beide Teams, mehr Risiko zu nehmen, schienen mit dem Punktgewinn zufrieden. So plätscherte die Partie dahin, ehe Wolf (Safar hielt) und der eingewechselte Danijel Prskalo (Martin Svejnoha rettete vor der Linie/jeweils 84.) den Siegestreffer auf dem Fuß hatten. Immerhin blieben beide Mannschaften dadurch im Frühjahr ungeschlagen.
Admira - Mattersburg 0:1
Die Negativserie der Admira ist auch im zweiten Frühjahrsspiel der tipp3-Bundesliga nicht zu Ende gegangen. Die Niederösterreicher mussten sich zum Auftakt der Runde vor eigenem Publikum dem SV Mattersburg mit 0:1 (0:1) geschlagen geben und sind nun schon seit neun Spielen sieglos. Zudem schied Kapitän und Abwehrchef Christopher Dibon kurz vor der Pause mit einem Wadenbeinbruch aus. Der 21-jährige Schwechater erhielt einen Gips und wird bereits am Montag operiert. Für die Burgenländer war es der nächste große Schritt in Richtung Klassenerhalt.
Die zweikampfstärkeren Burgenländer standen in der Defensive sicher, kamen kaum unter Druck und waren im Konter stets brandgefährlich. Nach neun Minuten war bereits die Gäste-Führung perfekt. Nach einem Idealpass von Patrick Bürger und einem Stellungsfehler der Admira-Abwehr stand Manuel Seidl völlig frei und schoss souverän ins lange Eck ein (9.).
Den Admiranern war das fehlende Selbstvertrauen aufgrund der aktuellen Negativserie deutlich anzumerken. Die Südstädter hatten deutlich mehr Spielanteile, ohne allerdings gefährlich zu werden. In den ersten 45 Minuten gab es für die Elf von Chefcoach Dietmar Kühbauer keinen einzigen echten Torschuss. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Die bemühten Hausherren waren zumeist in Ballbesitz, konnten sich aber weiterhin keine großen Tormöglichkeiten herausspielen. Daran änderten auch die Einwechslungen von Thürauer und Hosiner nichts mehr.
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