Konjunkturprognose

EU-Bericht: Licht und Schatten für Österreich

Österreich
23.02.2012 13:03
Licht und Schatten für die Entwicklung in Österreich hat die Konjunktur-Zwischenprognose der EU-Kommission aufgezeigt. Der Weg der wirtschaftlichen Erholung sei 2011 mit 3,1 Prozent Wachstum zwar beachtlich gewesen. Allerdings könnten die durchschnittlichen Lohnerhöhungen der vergangenen Jahre von 2,4 Prozent den Spielraum für mehr Beschäftigung 2012 etwas einschränken.

Der Privatkonsum scheine gedämpft zu bleiben, gleichzeitig sei das Konsumentenvertrauen gesunken und das Beschäftigungswachstum zum Stillstand gekommen. Die Auftragseingänge der Unternehmen und die Auftragsbestände hätten sich 2011 abgeschwächt. Gleichzeitig hätten die Unternehmen aber ihre Wettbewerbsfähigkeit gestärkt, so der Bericht.

Die Finanzierungsbedingungen könnten sich wegen der höheren Kapitalpuffer von Banken und Bilanzbereinigungen etwas verschärfen. Die Kreditvergabe, die 2010 einen Aufschwung erlebte, könnte 2012 wieder abflauen, heißt es in dem Österreich-Bericht. Die Kreditnachfrage sowohl von Unternehmen, als auch von Privathaushalten habe in letzter Zeit abgenommen, auch angesichts der Unsicherheiten der wirtschaftlichen Vorausschau in Europa. Lob gab es für den Baubereich, wo die Aussichten für Investitionen gestiegen seien.

Die Preissteigerungen in Österreich seien vor allem aufgrund wachsender Energiekosten mit durchschnittlich 3,8 Prozent von April bis November 2011 zu erklären. Für 2012 wird eine moderate Inflation vorausgesagt.

Österreich beim Wirtschaftswachstum 2012 an elfter Stelle
Bei der Vorschau auf das Wirtschaftswachstum 2012 ist Österreich unter den 27 EU-Staaten bei der jüngsten Prognose der Kommission mit einem Plus von 0,7 Prozent an elfter Stelle. Allerdings hat sich der Wert für das laufende Jahr gegenüber der Herbstprognose 2011 von damals 0,9 Prozent diesmal leicht verschlechtert. Das stärkste Wachstum weist nach der Zwischenprognose Polen mit 2,5 Prozent auf. Schlusslicht ist Griechenland, für das ein Einbruch von 4,4 Prozent vorausgesagt wird.

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