Salzburg - Charkiw

Schiemer: “Wir können in Europa weit kommen”

Fußball
14.02.2012 12:21
Am Donnerstag kommt es in Wals-Siezenheim zum Europa-League-Duell zwischen Salzburg und Metalist Charkiw. Verteidiger Franz Schiemer ist sich des hohen Stellenwerts seiner Aufgabe gegen den ukrainischen Klub bewusst. "Der Aufstieg wäre der größte Erfolg in der Red-Bull-Geschichte", sagte der 25-Jährige, der guter Dinge ist und am Dienstag meinte: "Wir können in Europa weit kommen."

"Wir haben ganz gute Chancen", befand Schiemer. "Wir kommen dem, was wir uns vorstellen, immer näher", betonte er. Schließlich hatte Trainer Ricardo Moniz bis zuletzt regelmäßig darauf verwiesen, dass seine Elf noch Zeit benötige. "Wir haben eine unglaubliche Auswahl an Spielern, die jetzt regelmäßig trainiert und gespielt haben. Ich glaube, wir können wirklich sehr Großes erreichen. Ich bin überzeugt, dass das eine Klassemannschaft ist."

Dennoch zeigt er einigen Respekt vor dem Gegner. "Sie haben hervorragend gespielt", meinte er zu den Partien Charkiws gegen die Wiener Austria, die in der Gruppenphase beide zugunsten von Metalist ausgingen. Der mit Brasilianern und Argentiniern gespickte Klub aus der Ostukraine sicherte sich auch ohne Niederlage den ersten Platz vor Alkmaar. "Wir wissen schon, was da auf uns zukommt. Es handelt sich um ein Team, das sehr variabel spielt und sehr viel rochiert."

Vergleiche mit der offensiven Salzburger Spielweise unter Trainer Ricardo Moniz seien zulässig, gerade in der Europa League aber lägen die Dinge etwas anders. "Wir haben auch einige Südamerikaner im Team", sagte Schiemer. "Sicher gibt es eine gewisse Ähnlichkeit, aber international haben wir doch anders agiert, waren zurückgezogener und haben nicht wie in der Meisterschaft unbedingt auf Angriff gespielt. Und damit waren wir auch erfolgreich. Man muss international einfach kompakt sein."

Schiemer wäre lieber Innenverteidiger
Als Defensivakteur ist gerade Schiemer für diese Undurchlässigkeit zuständig, auch wenn er derzeit auf der etwas ungeliebten rechten Außenbahn zum Einsatz kommt. "Ich gehe damit um, wie jeder Profi damit umgehen muss. Man muss immer das Beste geben", sagte der Oberösterreicher, der 2009 von der Austria nach Salzburg gekommen und auch bereits im defensiven Mittelfeld sowie in der Innenverteidigung gefordert war. Letztere ist auch die erklärte Lieblingsposition des kompromisslosen Abwehrspielers. "Über kurz oder lang möchte ich es doch schaffen, dass ich in der Innenverteidigung spiele."

Derzeit scheinen dort aber Martin Hinteregger und Douglas gesetzt zu sein, Moniz kann nicht nur in der Verteidigung erstmals in dieser Saison fast aus dem Vollen schöpfen. "Wir sind auf jeder Position teilweise mehr als doppelt besetzt", sagte Schiemer, "da muss man froh sein, wenn man zum Zug kommt. Aber wir sind noch in allen drei Bewerben dabei. Da bleibt keine Zeit für solche Gedanken."

Beide Teams noch ohne Liga-Praxis
Sowohl Salzburg als auch Charkiw haben seit Mitte Dezember (Salzburg am 18., Charkiw am 15.) keine Pflichtspiele mehr bestritten. Während sich die Ukrainer beim Trainingslager in Antalya zuletzt den Ahmed-Kadyrow-Cup durch einen Finalsieg über Rapid Bukarest sicherten, hielt sich Salzburg mit Tests gegen zumeist unterklassige Gegner fit.

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