Kaum Weiterkommen

‘Wolga-Eis’ hält die Donauschiffe fest im frostigen Griff

Österreich
09.02.2012 19:23
Volle Kraft voraus für die Eisbrecher auf der Donau - denn die sibirische Kälte lässt jetzt sogar den großen heimischen Strom zur Eislauffläche gefrieren. Von Wallsee im westlichen Niederösterreich bis Wien sitzen in den heimischen Häfen Dutzende Lastschiffe und Kähne knirschend fest. Die meterhohen "Wolga-Schollen" machen ein Weiterkommen unmöglich. Allein im Hafen Krems sind 16 Schiffe im Eis gefangen.

"Ein Durchfahren nach Pressburg ist bald unmöglich. Auch im Raum Wien türmen sich die Schollen", so die Schifffahrtsbehörde. Schon gesperrt: die Abschnitte Wallsee und Ybbs-Persenbeug. Das bedeutet Hochbetrieb für die Schollenbrecher, die zumindest noch eine Fahrrinne freihalten.

Wiener Volksschule öffnet für Obdachlose
Abseits der Donau bleibt unterdessen in Wien die prekäre Lage für Obdachlose unverändert. Die Notschlafstellen sind zum Bersten voll – jetzt öffnet die Stadt gar die Türen einer leer stehenden Volksschule in der Wehlistraße in der Leopoldstadt. Bis zur Sanierung des Objekts im April sollen dort ab kommender Woche tagsüber 60 Obdachlose betreut werden. Die Energiekosten dafür trägt die Bezirksvorstehung.

Seidenschwänze als Naturphänomen
Inzwischen sorgt ein Naturphänomen für Aufsehen: Zu Tausenden tauchen in Wien die Seidenschwänze auf. Laut Tierarzt Martin Gasperl flüchten die Vögel vor der noch schlimmeren Tundrakälte im hohen Norden zu uns. Zudem zeigen sich auch Vögel wie der Hausrotschwanz oder die Stadtamsel von den Temperaturen wenig beeindruckt. Minusgrade sind für sie weniger gefährlich als Nahrungsknappheit, so Ornithologe Gabor Wichmann von BirdLife.

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