Das Thema Wolf ist ein emotionales. Das zeigt auch die Reaktion von Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger.
Vor wenigen Tagen wurde in Egg (Vorarlberg) ein totes Reh entdeckt. Verantwortlich für das frühzeitige Ableben des Tieres: vermutlich ein Wolf. Mehr braucht es nicht, um die Diskussion um Abschüsse, Weidezäune und Tierschutz ordentlich anzuheizen. Die Fronten lassen sich recht eindeutig ziehen: Tierschutz versus Landwirtschaft. So lässt Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Moosbrugger am Donnerstag per Aussendung wissen, dass der Wolf schlauer sei als „selbsternannte Experten“.
Abschuss von Wölfen
Überhaupt scheint Moosbrugger regelrecht sauer zu sein: „Wirtschaftlich sind die selbsternannten Experten nicht von der Landwirtschaft abhängig, aber sie sehen sich als die großen Fachleute in Sachen Schafhaltung und Herdenschutz.“ Moosbrugger merkt an, dass der Wolf schnell lernt. Etwa, wie man sich unter einem Weidezaun durchgräbt. In Frankreich oder der Schweiz sei man trotz massiver Bemühungen in Sachen Herdenschutz zum Schluss gekommen, dass es ohne Wolfsabschüsse nicht gehe. Er fordert, dass Österreich diese Erfahrungen nutzt und dem Wolf Einhalt gebietet.
Während sich Tierschützer darauf berufen, dass der Wolf streng geschützt ist, weist Moosbrugger darauf hin, dass sich viele Älpler bereits überlegen würden, ihre Arbeit einzustellen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.