Aus Liebe zum Tier

Altbürgermeister als Adoptivpapa für Storchen-Kids

Tiere im Burgenland
18.07.2023 13:00

Schon 2022 hat der Joiser Leo Steinwandtner beim Füttern der Jungtiere am Dach geholfen, heuer hat er für zwei gleich die Elternrolle übernommen.

Seit Jahren gibt es am Dach der Steinwandtners in Jois ein Storchennest. Mit den Vögeln hat man schon einiges erlebt. So wanderte „Seppl“ gerne im hauseigenen Heurigen herum oder spazierte auch gerne mal ins Badezimmer. Auch mit dem Nachwuchs hatte man schon einiges zu tun. So wurde ein Jungvogel, der aus dem Nest geworfen worden ist gerettet und im Vorjahr hat Leo Steinwandtner beim Füttern geholfen, weil Papa Adebar verstarb.

Steinwandtner als Ersatzpapa
Auch heuer musste er aushelfen. „Papa Storch hat sich den Fuß gebrochen. Er kann fliegen, aber auf die Jagd gehen, um für die hungrige Meute im Nest Futter heranzuschaffen ist nicht möglich“, erzählt der Joiser Alt-Bürgermeister. 

Also hat Steinwandtner nach Rücksprache mit Experten in Rust ein Nest im Hof gezimmert und die zwei kleinsten Nestlinge ins neue Kinderzimmer verfrachtet. Denn: Zwei Jungtiere kann ein Altvogel versorgen, bei vieren ist das aber nicht mehr möglich. Der schwächste Nachwuchs wird von den Eltern dann herzlos aus dem Nest geworfen.

Damit das eben nicht passiert, hat Steinwandtner eingegriffen. Dreimal am Tag gibt es seither Futter. Alles was tierisches Eiweiß ist, schmeckt den beiden. „Hühnerherzen oder Hühnerfleisch, Pute, Hauptsache es gibt Futter“, lacht der Adoptivpapa. Auch scheu seien die beiden schon lange nicht mehr. Wenn er sich nähert und „Griaß eich“ sagt, würde sofort geantwortet. „Dann glauben sie, es gibt wieder Futter. Fressen würden die zwei rund um die Uhr“, so der Joiser. „Mittlerweile sind sie größer als die beiden im Nest, die von der Mutter versorgt werden“, lacht er.

Auch die ersten Flatterversuche gibt es bereits. Steinwandtner ist sicher, dass sich die zwei in den kommenden 14 Tagen in die Lüfte erheben. „Ich kann sie füttern, fliegen kann ich ihnen aber leider nicht beibringen“, lacht er. „Das werden die beiden aber sicher alleine hinbekommen.“

Wenn sie jetzt flügge werden, wird schön langsam auch die Fütterung eingestellt. Denn die beiden sollen schließlich nicht bei ihm kleben bleiben, sondern ihr tierisches Leben leben. Aber natürlich freue man sich, wenn sie dann im nächsten Jahr wieder zurück kämen. 

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