Zeitgerecht, bevor die Kühe wieder auf die Alpe kommen, sind die TBC-Testungen der vergangenen Weidesaison im TBC-Bekämpfungsgebiet Bartholomäberg-Silbertal beendet. Die Ergebnisse geben eigentlich Grund zur Hoffnung, wäre nicht so viel Rotwild in der Region mit dem gefürchteten Bakterium infiziert.
Nirgendwo in Vorarlberg ist Tuberkulose so stark verbreitet wie in der Wildregion Bartholomäberg-Silbertal. Ganze 90 Prozent der TBC-Nachweise bei Rotwild stammten 2022 aus dem Hinteren Silbertal. Im Anschluss an die jeweilige Weidesaison wird deshalb das Vieh, das dort im Sommer auf der Alpe ist, auf TBC getestet.
Rund 10.000 Rinder aus insgesamt 900 Vorarlberger Betrieben waren es in diesem Jahr. Damit sind die Untersuchungen abgeschlossen, heißt es aus dem Landhaus in Bregenz. Die Bilanz gibt im Vergleich zu den vergangenen Jahren Grund zur Hoffnung: Nur ein einziger TBC-Test ergab ein positives Ergebnis.
Ein positiver Test, drei negative Verdachtsfälle
Just in dieser Woche wurde bei einer Schlachtkuh von einem Dornbirner Bauernhof die gefürchtete Erkrankung nachgewiesen. Der betroffene Betrieb und ein weiterer im Bezirk Bregenz, dessen Vieh im Sommer mit den Rindern aus Dornbirn im Kontakt war, wurden gesperrt. Zwar blieben seither alle Nachuntersuchungen negativ, aufgrund der Rinder-TBC-Verordnung müssen die beiden Bauern aber noch ein halbes Jahr warten. Erst dann dürfen sie wieder Vieh schlachten oder verkaufen, sofern der letzte Test ebenfalls negativ war.
Drei weitere Verdachtsfälle stellten sich nach den Untersuchungen als harmlos heraus. Landesrat Christian Gantner sprach von einer „etwas entspannteren“ TBC-Situation im Bezirk Bludenz, forderte die Jägerschaft aber dennoch auf, die Abschusspläne bei Rotwild einzuhalten. Erst im Jänner hatte Landesveterinär Norbert Greber von einer „alarmierenden“ Situation in der Region Bartholomäberg-Silbertal gesprochen und die Jägerschaft für zu wenige Abschüsse kritisiert.











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