„Krone“-Kommentar

Freie Fahrt

Kolumnen
09.06.2023 12:16

Als Kind sind wir mit dem quietschlila Suzuki meiner Mutter schnell von A nach B gekommen. Das Auto bedeutete Freiheit für uns. Aber dieser Gedanke ist eine Falle. Denn nicht das Auto ist Freiheit. Mobilität ist Freiheit. Die Politik hat nur in vielen Jahren dafür gesorgt, dass das Auto die einzige Form von Mobilität ist, die wirklich funktioniert.

Mit den Öffis wären wir damals nur schwer an den See gekommen. Längst nicht so schnell wie mit dem Suzuki. Zwischen 2000 und 2020 wurden 535 Kilometer Schienen weggerissen und mehr als 319 Kilometer Autobahnen und Schnellstraßen gebaut.

Wer Straßen sät, wird Autos ernten. Deshalb ist der Verkehr auch unser großes Sorgenkind - hier steigt der Co2-Ausstoß am heftigsten. Aber eben nicht, weil die Menschen eine Wahl hätten. Ihnen wurde Stück für Stück die Freiheit genommen, zu entscheiden. Es gibt aber keine freie Entscheidung, wenn vor allem am Land heute viele ein Moped oder ein Auto brauchen, um in die Arbeit, Schule oder Lehre zu kommen.

Wenn der Kanzler sagt, Österreich wäre ein Autoland, dann hat er leider recht. Die ÖVP hat es jahrzehntelang dazu gemacht. Es hat uns aber nicht freier, sondern abhängiger gemacht. Von steigenden Benzinpreisen, an denen sich Konzerne bereichern. Von Betonwüsten, die unsere Erde ersticken.

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