Am 8. April unterbot die Vorarlberger Hürdenläuferin Anna Mager bei einem Meeting in den USA das Limit für die U23 in Finnland um 0,15 Sekunden. Ihr Pech: Die Leistung wurde vom europäischen Verband nicht anerkannt. Nun schlug die 21-Jährige aber nochmals zu - und jetzt ist ihr die EM-Teilnahme nicht mehr zu nehmen.
Vor knapp zwei Wochen war Anna Mager in Wichita beim Woodman Classic-Meeting die 400 Meter Hürden in 60,35 Sekunden gelaufen. Neue persönliche Bestleistung für die TS-Bregenz-Vorkloster-Athletin, die mit dieser Zeit auch das Limit für die U23-EM in Espoo (Fin) um 0,15 Sekunden unterbot. Da der Wettkampf aber nicht im „Global Calendar“ des Weltverbands gelistet war, erkannte der europäische Verband Annas Leistung als EM-Quali nicht an.
Rekord aus 1987
Am Freitag, vier Tage nach ihrem 21. Geburtstag, pulverisierte Mager - die in Tulsa Wirtschaft studiert - beim Meeting in Fayetteville ihre erst zwölf Tage alte Bestleistung erneut. In 58,77 Sekunden war die Wolfurterin nochmals um 1,58 Sekunden schneller als in Wichita. Damit verbesserte sie auch den 36 Jahre alten Vorarlberger Landesrekord von Ulrike Alge, die im Juli 1987 in Wolfsberg 59,76 Sekunden gelaufen war. In der europäischen Bestenliste liegt Mager nun aktuell auf Rang fünf. Am allerwichtigsten: Das Event in Kansas, bei dem Anna hinter US-Girl Madison Langley-Walker (57,90) Zweite wurde, scheint im „Global Calendar“ auf, womit sie ihr Ticket für die U23-Europameisterschaft Mitte Juli fixieren konnte.
Rekord-Starterfeld
„Es freut mich, dass sie das Limit in der Tasche hat“, sagt VLV-Sportdirektor Sven Benning. „So kann sie sich, wenn sie Ende Mai nach Österreich kommt, ganz auf die Vorbereitung für Espoo konzentrieren.“ Mager ist nach Chiara Schuler (Siebenkampf), Tosin Ayodeji (Weitsprung) und Lisa Redlinger (10.000 Meter) bereits die vierte VLV-TeilnehmerIn in Finnland - mehr als jemals zuvor!
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