Mo, 20. August 2018

Austria im Soll

30.09.2011 10:11

Daxbacher jubelt in Schweden: "The Winner Takes It All"

Mit dem 2:1-Auswärtserfolg gegen Malmö FF hat die Austria am Donnerstagabend ihren größten Erfolg auf internationaler Ebene seit dem Abgang von Milliardär Frank Stronach (2008) gefeiert. "Wir haben das Glück strapaziert, aber auch großen Charakter gezeigt", freute sich Austria-Trainer Karl Daxbacher, der nach dem Sieg im Heimatland des legendären Popquartetts ABBA erleichtert meinte: "The Winner Takes It All."

Zumindest einmal drei Punkte haben die Wiener auf dem Heimflug in der Nacht auf Freitag mit nach Hause genommen. Und mit dem ersten Sieg in der Gruppenphase seit dem 2:1 in Utrecht am 16. Dezember 2004 ist die Austria auch wieder auf Tuchfühlung mit Metalist Charkiw und AZ Alkmaar, die sich 1:1 getrennt haben. Aber Daxbacher, der ein Extralob an die Innenverteidiger Manuel Ortlechner und Georg Margreitter aussprach, hält den Ball flach.

"An der Ausgangsposition hat sich nichts geändert, Charkiw und Alkmaar bleiben die klaren Favoriten auf den Aufstieg." In Runde drei gastieren die Austrianer am 20. Oktober in den Niederlanden bei Alkmaar. Für Daxbacher und Austrias Sport-Vorstand Thomas Parits war es auch eine späte Revanche. Schließlich war das Duo vor 32 Jahren mit der Austria im Meistercup-Halbfinale knapp an Malmö gescheitert.

Parits: "Kämpferisch absolut top"
"Aber das Spiel am Donnerstag war um einiges spektakulärer als jenes 1979. Es gab viel mehr Torchancen, und Zeitlupenfußball wie damals wurde auch nicht gespielt", sagte Daxbacher. Vom aktuellen Austria-Kader war damals nur Peter Hlinka (5. Dezember 1978) bereits geboren. Parits jubelte ebenfalls über den wichtigen Erfolg: "Am Ende ist es noch brenzlig geworden. Aber das war mannschaftlich und kämpferisch absolut top."

Der kuriose Höhepunkt der turbulenten Schlussphase war die Gelb-Rote Karte für Alexander Grünwald. Der defensive Mittelfeldspieler, der nach der Führung durch Nacer Barazite (17.) mit dem Tor zum 2:0 (36.) die Weichen auf Sieg stellte, sah bei der Auswechslung in der 90. Minute seine zweite Gelbe. Schiedsrichter Pawel Gil war aber zunächst nicht im Bilde. Erst mit Verzögerung erkannte der Pole, dass Grünwald bereits zuvor Gelb gesehen hatte.

Dilaver: Zwei Einwechslungen innerhalb weniger Minuten
Daraufhin schickte Gil Grünwald die Rote Richtung Kabine nach und der verdutzte Emir Dilaver musste nur Sekunden nach seiner Einwechslung wieder vom Feld. "Der Ausschluss war doppelt ungerecht", befand Grünwald. "Bei der ersten Gelben hab' nicht ich, sondern Peter Hlinka gefoult. Und die zweite war nie und nimmer Zeitverzögerung."

Nach Schlusspfiff konnte Daxbacher auch darüber schmunzeln. "Eine echte Rarität, so etwas habe ich noch nie erlebt." Dilaver wurde dadurch die äußerst seltene Ehre zuteil, in einem Match zweimal eingewechselt zu werden. Denn in der 93. Minute durfte Dilaver dann für Zlatko Junuzovic noch einmal den Rasen betreten.

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