Seit 20 Jahren erkundet der Pensionist aus Feldkirchen den Kontinent. 17.564 Radkilometer hat er bereits gezählt. Und auch viele Spenden gesammelt.
Afrika kennenlernen geht am besten auf dem Fahrrad. Johannes Slamanig schwört jedenfalls darauf, seit der heute 70-Jährige 2003 mit seinen Radtouren durch den schwarzen Kontinent begonnen hat.
Die Afrika-Liebe des pensionierten Fahrdienstleiters begann schon 1979, damals noch bei einer gewöhnlichen Reise durch Marokko. „Da hab ich alles genutzt, Busse, Sammeltaxi, und bin viel zu Fuß gegangen“, erzählt Slamanig, der 2003 aufs Fahrrad umgesattelt ist.
17.564 Radkilometer
Von Namibias Hauptstadt Windhoek ging es durch die Kalahari nach Johannesburg. Insgesamt 1300 Kilometer. Elf weitere Touren mit bis zu 2500 Kilometern sollten folgen. Insgesamt 17.564 Radkilometer kamen dabei zusammen. Zehn Cent pro Kilometer, also 1756,40 Euro, hat er mit Hilfe von Sponsoren der Auslandshilfe der Caritas gespendet.
Beim langsamen Reisen sieht man die Schönheit - und das Elend
Weil man bei Slamanigs Art zu reisen nicht nur die Schönheiten sieht, sondern auch das Elend. „Man kommt auch durch Slums, das war bedrückend, aber umso bemerkenswerter war die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die ich überall erleben durfte“, so der überzeugte Afrika-Radler. „Man kriegt einfach alles besser mit, auch die Gerüche, Hitze, den Dreck.“
Bisher blieb er unbehelligt, auch wenn er immer allein reist, oft im Zelt übernachtet. Das wird er auch weiterhin so halten. Die Eishockey-Saison - Slamanig ist der älteste Crack der Ossiacher Oldie-Truppe - ist vorbei, damit beginnen die Vorbereitungen auf die nächste Tour.
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